Tottenham feiert europa-league-triumph und schreibt rote zahlen: 95 millionen euro verlust
Ein Monat nach dem
Europa-League-Sieg in Bilbao schlägt Tottenham eine neue Schlappe: 94,7 Millionen Euro Minus – dreimal so viel wie im Vorjahr. Die Spurs haben in fünf Spielzeiten fast 400 Millionen Euro verbrannt, wie Intelligence 2P aufdeckt.Die Londoner steigerten zwar den Umsatz um sieben Prozent auf 661,5 Millionen Euro, doch das reicht nicht. Der Gewinn aus der UEFA-Prämie für den Titel: 40,6 Millionen Euro. Ohne diesen Geldregen wäre die Lage noch düsterer.
Der kommerz rettet, das feld verliert
Fast jeder zweite Euro kommt inzwischen vom Sponsor oder dem Fanshop: 323,8 Millionen Euro – plus 13 %. Das TV-Geld brach dagegen um 24 % auf 148,6 Millionen Euro ein, weil Tottenham in der Premier League nur Mittelmaß blieb. Das Matchday-Geschäft zog dank der Europapokal-Heimspiele um 20 % auf 148 Millionen Euro an.
Transferplusse? Einbahnstraße. Die fielen um 36 % auf 61,5 Millionen Euro. Gleichzeitig stiegen die Personalkosten um 15 % auf 299,4 Millionen Euro. Die Meisterprämie schlug zu Buche, und die Abfindung für Ange Postecoglou kostete zusätzlich 7,7 Millionen Euro.

Die schuldenlawine rollt weiter
Die Nettoverschuldung klettert um 8 % auf 972,8 Millionen Euro. Die neue Arena, teure Transfers, hohe Gehälter – alles finanziert mit Fremdkapital. Die Bilanz liest sich wie ein Krimi: Erfolg auf dem Platz, Fiasko auf dem Konto.
Tottenham gewinnt Pokale, aber keine Nachhaltigkeit. Solange das Team nicht wieder regelmäßig in der Champions League auftaucht, bleibt die Kasse rot – und die Zinsen laufen.
