Tots-debatte eskaliert: ea sports vergisst das supertalent!

Die Fußballwelt diskutiert – und das nicht zum ersten Mal – über die Auswahl bei den Team of the Season (TOTS) der Premier League. Doch diesmal ist es anders: Der frühe Start der Abstimmung und vor allem die gravierenden Auslassungen in der Liste der Nominierten haben die Community in helle Aufregung versetzt. Statt Lobeshymnen für die eigenen TOTS-Mannschaften häufen sich in den Kommentaren unter dem EA SPORTS X-Post die Beschwerden – und eine davon schmerzt besonders.

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Nico o'reilly: der shootingstar, den alle verpassen

Der Name Nico O'Reilly hallt in den sozialen Medien wider. Der 21-jährige Linksverteidiger von Manchester City, der in dieser Saison zu einer festen Größe im Team von Pep Guardiola aufgestiegen ist, fehlt in der Riege der TOTS-Nominierten. Das ist aus sportlicher Sicht kaum zu erklären.

O'Reilly startete die Saison mit lediglich neun Einsätzen in der englischen Eliteklasse, brachte es aber seitdem auf 28 weitere Partien. Hinzu kommen acht von zehn Champions-League-Spielen. Seine Entwicklung ist geradezu atemberaubend. Er vereint defensive Stabilität mit überraschender Offensivkraft: In 45 Pflichtspielen gelangen ihm acht Treffer und sechs Vorlagen. Ein Leistungsspektrum, das man von einem Außenverteidiger selten sieht.

Die Debatte spitzt sich zu: Viele Fans betrachten die Entscheidung von EA SPORTS als einen Witz, ja sogar als „kriminell“. Der Ruf nach Nico O'Reilly wird lauter als die Kritik an einzelnen Nominierten. Und er ist berechtigt. Auch die Abwesenheit von Matheus Nunes, der von Guardiola erfolgreich zur defensiven Außenbahn verpflanzt wurde, wird von der Community scharf kritisiert.

Neben O'Reilly und Nunes fehlen dem Nominierten-Pool weitere Schwergewichte: Mohamed Salah (FC Liverpool) und Bukayo Saka (FC Arsenal) sind ebenfalls nicht dabei. Während ihre Abwesenheit sportlich nachvollziehbar ist, wirft sie Fragen über die Auswahlkriterien auf. Jurrien Timber, Marc Cucurella, Reece James und Lewis Hall, die etatmäßig auf den defensiven Flügeln agieren, werden von den meisten Kommentaren nicht als die besseren Optionen angesehen.

Die Innenverteidiger hingegen sind mit sechs Spielern überrepräsentiert, darunter Virgil van Dijk, Marc Guehi und Gabriel. Die Konzentration auf diese Position ist auffällig und verstärkt den Eindruck, dass die Auswahl bei den Außenverteidigern und insbesondere bei den aufstrebenden Talenten schlichtweg daneben lag.

Die TOTS-Debatte zeigt einmal mehr, dass die Erwartungen der Community an die Auswahl der virtuellen Fußballstars hoch sind. EA SPORTS steht vor der Herausforderung, diese Erwartungen zu erfüllen und gleichzeitig die Vielfalt und die aufregenden Entwicklungen im echten Fußball widerzuspiegeln. Die Frage ist: Werden sie daraus lernen?