Torwart-wahnsinn: iannarilli schießt avellino zum ausgleich!

In einer atemberaubenden Schlussphase der Partie gegen Catanzaro sorgte Antony Iannarilli für kollektiven Ausraster und eine Momentaufnahme, die in die Geschichte des italienischen Fußballs eingehen könnte: Der Torwart von Avellino markierte in der Nachspielzeit per Kopfball den umjubelten Ausgleichstreffer. Ein Moment, der an frühere Fußballlegenden erinnert und die Fans in Ekstase versetzte.

Die wiederkehr des torwart-stürmers

Die wiederkehr des torwart-stürmers

Für Iannarilli war es nicht das erste Mal, dass er in dieser Rolle in Erscheinung trat. Bereits vor elf Jahren, beim damaligen Drittligisten Gubbio, schoss er in einem Spiel gegen Grosseto ebenfalls per Kopfball einen Treffer. Doch diesmal wirkte alles noch dramatischer. Nach sechsmonatiger Verletzungspause, bedingt durch das Fehlen von Daffara, feierte der 33-Jährige seine Rückkehr auf den Rasen und sollte sie mit einem unvergesslichen Moment beantworten. Der Eckball von Insigne fand Iannarilli im Strafraum, der höher als alle anderen zum Ausgleich einköpfte. Der anschließende Videocheck bestätigte die Gültigkeit des Tores, und die Freude auf den Rängen kannte keine Grenzen.

Trainer Leonardo Ballardini zeigte sich sichtlich beeindruckt: „Ich habe ihm nicht gesagt, er solle hochspringen. Das ist die Belohnung für einen Spieler, der sich seit meiner Ankunft stets voll reingehängt hat. Er ist ein Anführer, ein Vorbild.“

Iannarilli, der zuvor sechs Jahre bei Ternana verbrachte, ist ein Kind der Leidenschaft. „Mein Großvater hat mir die Liebe zum Fußball vermittelt“, so der Schlussmann. „Ich habe mich für den Torwartposten entschieden, weil ich nicht so viel laufen wollte.“ Ein ironisches Statement, das in dieser Situation noch einmal besonders komisch wirkt.

Die Geschichte von Iannarilli ist geprägt von Höhen und Tiefen. Nach seinem Durchbruch in der Jugendabteilung der Lazio Rom, wo er unter anderem mit Ballardini und Reja trainierte, folgten Stationen bei Gubbio, Pistoiese und Viterbese. Ein schwerer Schlag war der Verlust der Milz im Jahr 2013, nachdem er bei einem Zweikampf gegen Borgo a Buggiano schwer verletzt worden war. „Ich wurde von großartigen Ärzten gerettet“, blickt Iannarilli zurück. „Ich habe beinahe mein Leben verloren.“

Doch Iannarilli bewies Charakter und kehrte nur drei Monate später ins Tor zurück. Nun krönte er seine Karriere mit einem weiteren außergewöhnlichen Moment, der ihm und seiner Mannschaft einen wichtigen Punkt in der Tabelle sicherte. „Ich kann es immer noch nicht fassen“, gestand er sichtlich gerührt in der Pressekonferenz. „Ich widme dieses Tor meiner Familie und meiner Freundin Francesca, denn die letzten Monate waren hart.“

Die Faszination des Sports liegt oft in solchen unerwarteten Wendungen. Iannarilli hat bewiesen, dass man mit Leidenschaft, Kampfgeist und einem Quäntchen Glück auch als Torwart Geschichte schreiben kann.