Topuria vs. gaethje: makhachevs plötzliche ausflucht – ein schwindelspiel?
Die Gerüchte blieben nicht unangebracht: Ilia Topuria hat in einem Interview enthüllt, dass der Kampf gegen Justin Gaethje am 14. Juni in der UFC Casa Blanca ursprünglich gegen Islam Makhachev geplant war. Doch kurzfristig soll dieser abgesagt worden sein – angeblich aufgrund einer Verletzung. Ein Schlagabtausch der Wortführer zwischen Topuria, Makhachev und seinem Manager Ali Abdelaziz entbrennt, der die MMA-Welt in Aufruhr versetzt.
Die enthüllung von 'el matador'
In einem Gespräch mit Irati Prat gab Topuria Einblicke hinter die Kulissen der Verhandlungen. Er betonte, dass er kurz vor dem Kampf gegen Gaethje fest davon ausgegangen sei, dass er gegen Makhachev antreten würde. Die plötzliche Änderung sei ihm durch die Meldung einer Verletzung des Dagestaners dargeboten worden. Diese Aussage wirft nun erhebliche Fragen auf und hat zu einer hitzigen Debatte geführt.
Ali Abdelaziz, der Manager von Makhachev, hatte bereits in der Vergangenheit versucht, die Gerüchte um einen möglichen Kampf zwischen Topuria und Makhachev zu zerstreuen. Seine Erklärungen wechselten dabei immer wieder, von Verletzungen über finanzielle Forderungen bis hin zur Behauptung, Makhachev sei zum Zeitpunkt der Verhandlungen “verschlafen” gewesen. Topuria reagierte darauf mit deutlicher Kritik: „Ich bin es leid, erfundene Geschichten von Topuria und seinem Team zu hören.“

Makhachevs gegenschlag: geld als ausrede?
Die neuen Aussagen von Topuria lösten prompt eine Reaktion von Makhachev über seine Social-Media-Kanäle aus. Der Dagestaner bestritt vehement die Darstellung von Topuria und präsentierte eine eigene Version der Ereignisse. „Ich habe die Nachricht erhalten und den Kampf in der Casa Blanca angenommen. Am nächsten Tag wurde mir mitgeteilt, dass er ein astronomisches Gehalt gefordert hat. Die UFC lehnte ab, und er zog sich zurück.“ Diese Darstellung wirft ein ungünstiges Licht auf Topuria und wirft die Frage auf, ob Makhachev versucht, sich mit einer Ausrede aus der Affäre zu ziehen.
Die Situation wird noch verkompliziert, da Makhachev's Darstellung nicht mit früheren Ereignissen übereinstimmt. Ein Rückzieher aus Verhandlungen endet selten damit, dass der betreffende Kämpfer im selben Event im Hauptkampf landet, wenn auch gegen einen anderen Gegner. Die offizielle Version der UFC, vertreten durch Dana White, sprach von einer Verletzung von Makhachev. Diese widersprüchlichen Aussagen lassen die Glaubwürdigkeit von Makhachev und seinem Team in Frage stellen.
Es bleibt die bittere Erkenntnis, dass die Fans von MMA letztlich die Leidtragenden dieser Querelen sind. Der Kampf zwischen Topuria und Makhachev hätte zweifellos zu einem der besten Kämpfe der letzten Jahre werden können – ein Duell, das von sportlicher Rivalität und persönlicher Fehde geprägt wäre. Die Hoffnung ruht nun darauf, dass beide Kämpfer in ihren jeweiligen Gewichtsklassen um den Titel kämpfen und die Chance auf eine endgültige Abrechnung erhalten.
