Bahnverkehrschaos: hochgeschwindigkeitsstrecke roma-firenze lahmgelegt!
Rom steht vor einem Verkehrskollaps! Ab Samstag, dem 11. April, wird die Hochgeschwindigkeitsstrecke Roma-Firenze für Bauarbeiten gesperrt, die massive Einschränkungen für Reisende bedeuten. Die Arbeiten, die bis zum 14. April andauern, sind Teil der umfassenden Modernisierung des italienischen Eisenbahnnetzes – ein Projekt, das Reisende und Pendler gleichermaßen vor eine Zerreißprobe stellt.

Ertms-umstellung: ein notwendiges übel für mehr sicherheit
Im Kern der Bauarbeiten steht die Einführung des Europäischen Zugleitsystems ERTMS (European Rail Traffic Management System). Dieses System soll die Sicherheit und Effizienz des Bahnverkehrs deutlich verbessern, indem es eine präzisere Überwachung und Steuerung der Züge ermöglicht. RFI, die italienische Eisenbahninfrastrukturgesellschaft, betont, dass die Modernisierung langfristig zu einer höheren Zuverlässigkeit, verbesserter Pünktlichkeit und geringeren Betriebskosten führen wird. Die Umstellung ist jedoch mit erheblichen kurzfristigen Unannehmlichkeiten verbunden.
Betroffen sind insbesondere die Abschnitte Orvieto-Settebagni, der letzte noch ausstehende Teil der Hochgeschwindigkeitsstrecke, und Orte-Roma Tiburtina. Ab Samstag, dem 11. April, um 14 Uhr, wird der Verkehr auf der Strecke Orte-Roma Tiburtina eingestellt. Bereits ab Mitternacht des gleichen Tages ruht der Zugverkehr auf der gesamten Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Roma und Firenze.
Die Konsequenz: Reisende müssen sich auf massive Umleitungen und deutlich längere Reisezeiten einstellen. Die herkömmliche Strecke entlang der Küste (Linea Tirrenica) wird vorübergehend verstärkt genutzt, was zu einer drastischen Reduzierung der Verbindungen und zu überfüllten Zügen führen wird. „Die Reisenden müssen mit erheblichen Verzögerungen rechnen“, so ein Sprecher der Bahngesellschaft.
Die Arbeiten sind Teil eines umfassenderen Programms, das die Modernisierung von 2.800 Kilometern des italienischen Eisenbahnnetzes vorsieht. Für diese Modernisierung sind 2,5 Milliarden Euro aus Mitteln des nationalen Wiederaufbauplans (PNRR) vorgesehen. Ziel ist es, bis Juni 2026 eine flächendeckende Einführung des ERTMS zu erreichen.
Wer sich trotz der Umstände auf die Reise machen muss, sollte sich unbedingt vorab über die aktuellen Fahrpläne informieren, die auf den Webseiten der jeweiligen Bahngesellschaften verfügbar sind. Die reguläre Betriebsaufnahme mit allen Hochgeschwindigkeitszügen ist erst ab Dienstag, dem 14. April, geplant.
