Tischler erlebt abend der gegensätze: von patzer zum matchwinner!

Oldenburg – Was für ein Montagabend für den deutschen Nationalspieler Nicholas Tischler! Der Guard der EWE Baskets Oldenburg lieferte ein Spiel ab, das in die Annalen der Easycredit Basketball-Bundesliga eingehen wird: Ein spektakulärer Fehlwurf, gefolgt von der entscheidenden Leistung beim 81:79-Sieg gegen die Rostock Seawolves.

Ein „verdunk“ für die ewigkeit

Die Halle tobte, als Tischler im zweiten Viertel alleine auf den Korb zum Beispiel für einen Dunking zustürmte. Christopher Clemons hatte ihn mit einem sehenswerten Bodenpass in Szene gesetzt. Doch was dann geschah, lässt sich kaum in Worte fassen. Statt eines gewaltigen Dunking versuchte Tischler einen Luftdreher – und scheiterte spektakulär am Ring. Arne Malsch, Kommentator bei Dyn, kommentierte begeistert: „Jetzt wird es klingeeeeln!“ – doch stattdessen hämmert der Ball nur auf den Ring. Die Reaktion von Trainer Lazar Spasic, der mit fragendem Blick auf seinen Spieler blickte, sprach Bände.

Die Szene wirkte wie ein Déjà-vu, denn auch sein nachfolgender Dreipunktwurf landete ebenfalls nur auf dem Ring. Ein unglaublich unglücklicher Moment für den jungen Guard, der sichtlich von seinem Patzer schockiert war. Die Fans reagierten mit einem Gemisch aus Ungläubigkeit und amüsiertem Kopfschütteln.

Die wende: tischler dreht das spiel

Die wende: tischler dreht das spiel

Doch wie ein richtiger Champion ließ sich Tischler nicht unterkriegen. In der entscheidenden Phase des Spiels, als die Rostock Seawolves knapp in Führung lagen, übernahm er die Kontrolle. Mit präzisen Würfen und cleveren Zügen brachte er die Halle zum Kochen und sorgte für die dramatische 80:78-Führung. Die Oldenburger, die zuvor Alba Berlin sensationell geschlagen hatten, können dank dieses Sieges weiter von den Play-Ins und sogar den Play-offs träumen.

Der Sieg gegen Rostock ist ein wichtiger Schritt für die EWE Baskets Oldenburg. Nicholas Tischler hat bewiesen, dass er auch aus Fehlern lernen kann und in entscheidenden Momenten Mann für Mann stehen kann. Der junge Nationalspieler hat damit seine Position im Team weiter gefestigt und gezeigt, dass er zu den aufstrebenden Stars der Bundesliga gehört. Die Frage ist nun, ob er diese Form in den kommenden Spielen bestätigen kann.