Ziereis' comeback: vilzing hofft auf rückkehr des routiniers
Ein Schatten liegt seit Sommer 2025 über der DJK Vilzing: Markus Ziereis, der gehypte Stürmer, dessen Verpflichtung im Sommer 2025 große Erwartungen weckte, drohte, eine verkorkste Saison zu erleben. Ein Kreuzbandriss riss ihn aus der Bahn – doch der erfahrene Angreifer gibt nicht auf und will im Sommer 2026 einen neuen Anlauf nehmen.
Ein hoffnungsträger fällt aus
Die Freude war groß, als die DJK Vilzing im Sommer 2025 Markus Ziereis, einen ehemaligen Profi mit beeindruckender Vita, unter Vertrag nahm. Der gebürtige Rodinger, der bereits bei 1860 München, FSV Frankfurt, Darmstadt 98, Chemnitzer FC, Jahn Regensburg und SpVgg Bayreuth sein Können bewies, sollte der einzige Regionalligist aus der Oberpfalz zu neuen Erfolgen führen. Doch das Schicksal nahm seinen Lauf: Im Testspiel gegen die SpVgg SV Weiden im Juli 2025 verletzte sich Ziereis schwer am Knie, ohne Fremdeinwirkung. Die Diagnose war niederschmetternd: Kreuzbandriss, Innenbandriss und ein beschädigter Meniskus.
Die Verletzung reihte sich in eine lange Liste von Personalausfällen beim Huthgarten ein. Bereits zuvor hatten Martin Tiefenbrunner und Jakob Zitzelsberger schwere Kreuzbandrisse erlitten. Im Frühjahr 2026 setzte eine veritable Angriffsflutwelle ein: Erol Özbay, Daniel Steininger, Benedikt Fischer und kurzzeitig auch Andreas Jünger fielen aus, was Trainer Thorsten Kirschbaum kopfschüttelnd kommentierte: „So viel Verletzungspech, das ist einfach nicht normal.“

Eine karriere voller höhen und tiefen
Ziereis blickt auf eine bemerkenswerte Karriere zurück. Seine Zeit bei 1860 München (2010-2013 und 2017-2020) bleibt unvergessen, ebenso seine Torgefahr in Regensburg und Bayreuth. 95 Drittligaspiele und zahlreiche Trophäen als Torschützenkönig zeugen von seiner Qualität. Der 33-Jährige ist zwar noch nicht wieder voll einsatzfähig, zeigt aber im Manfred-Zollner-Stadion als Zuschauer bei jedem Spiel seinen Willen und seinen Kampfgeist.
„Mit dem Genesungsverlauf bin ich soweit zufrieden“, erklärte Ziereis kürzlich. „Seit Anfang März trainiere ich individuell, am Mannschaftstraining kann ich aber noch nicht teilnehmen. Es ist schwer, eine Prognose zu stellen, wann ich wieder spielen kann.“ Sein Ziel ist klar: spätestens mit Beginn der Sommervorbereitung 2026 soll er wieder auf dem Platz stehen. Die Fans der DJK Vilzing dürfen sich also auf einen möglichen Rückkehrer freuen, der mit seiner Erfahrung und seinem Torinstinkt das Team verstärken könnte. Die Erwartungen sind zwar gedämpft, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Trainer Kirschbaum betonte: „Markus ist ein Kämpfer und wir werden alles tun, um ihn bestmöglich zu unterstützen. Seine Rückkehr wäre ein enormer Gewinn für uns – aber wir werden ihm die Zeit geben, die er braucht, um wieder vollkommen fit zu werden.“
