Wolfsburg taumelt ab: frankfurt schickt die wölfe tiefer in die krise

Die Luft wird für den VfL Wolfsburg immer dünner. Gegen Eintracht Frankfurt setzte eine bittere 0:2-Niederlage den nächsten Tiefschlag in einer Saison, die den Niedersachsen möglicherweise den Abstieg in die Zweitklassigkeit kostet. Es ist ein Albtraum, der sich zuträgt: Der VfL könnte erstmals seit 1998 aus der Bundesliga absteigen.

Die offensive versagt, die defensive patzt

Die offensive versagt, die defensive patzt

Oscar Höjlunds Distanzschuss in der 21. Minute und Arnaud Kalimuendos Abstauber kurz darauf brachen das Ruder. Wolfsburg wirkte verunsichert, während die Frankfurter ihre Europa-Hoffnungen am Leben erhielten. Der späte Treffer von Dzenan Pejcinovic in der Nachspielzeit (90.+7) kam zu spät, um die drohende Katastrophe abzuwenden. Fünf Partien verbleiben der Mannschaft von Dieter Hecking, um das Worst-Case-Szenario abzuwenden – eine Aufgabe, die angesichts der anhaltenden Misere und der Tatsache, dass der VfL seit zwölf Spielen nicht mehr gewonnen hat, kaum lösbar erscheint.

Die Personalsituation belastet: Hecking musste gegen Frankfurt auf wichtige Kräfte verzichten. Torjäger Jonas Wind fehlte verletzt, während Konstantinos Koulierakis gesperrt war. Das schlug sich im Spiel aus, in dem die Wölfe zwar bemüht waren, aber zu viele Chancen ungenutzt ließen.

Bereits letzte Woche bei der deutlichen 3:6-Niederlage gegen Bayer Leverkusen hatte Wolfsburg eine Führung verspielt und seine Schwächen offenbart. Die Hoffnung, die Hecking vor dem Spiel gegen Frankfurt noch ausdrückte – „Wir haben diesen Glauben, dass wir noch etwas bewegen können“ – zerbrach jäh am Frankfurter Auftreten. Patrick Wimmer, der sein 100. Pflichtspiel im Trikot des VfL bestritt, hatte zwar eine frühe Chance, aber auch er konnte an diesem Tag nicht glänzen.

Die Frankfurter hingegen waren effizienter und nutzten die Fehler der Wolfsburger gnadenlos aus. Die Latte von Lovro Majer (49.) und weitere vergebene Chancen verdeutlichen die Probleme im Abschluss der Gastgeber. Die Abwehr um Robin Koch zeigte zwar Kampfgeist, konnte aber die Frankfurter Angriffe nicht immer entschärfen.

Frankfurt kann derweil auf Rang sieben (42 Punkte) weiter vom internationalen Geschäft träumen. Die Wölfe hingegen müssen sich darauf konzentrieren, den Abstiegskampf zu überleben. Die kommenden Spiele werden entscheidend sein, doch die Zeichen stehen alles andere als gut. Die Stimmung im Stadion war gedrückt, die Fans sahen fassungslos zu, wie ihre Mannschaft immer tiefer in den Abgrund stürzt. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann Wolfsburg den Gang in die Zweite Liga antreten muss.