Figo kritisiert real madrids titelkrisen und enthüllt überraschende verletzungsdiagnose

Luis Figo, die lebende Legende des spanischen Fußballs, hat in einem offenen Gespräch seine Einschätzung zur aktuellen Lage von Real Madrid abgegeben. Der portugiesische Fußballgott, bekannt für seine brillanten Leistungen sowohl im weißen Trikot als auch bei den Katalanen, hält die jüngsten Leistungen der Königlichen für „extrem negativ“ – insbesondere nach dem erneuten Scheitern in der Champions League.

Die champions league – dna von real madrid

In einem Interview für das Programm „Figosofadas“ von Betfair betonte Figo die unbestreitbare Bedeutung des prestigeträchtigsten europäischen Wettbewerbs für den Verein. „Die Champions League ist im ADN von Real Madrid verankert. Die Geschichte spricht für sich – diese Trophäe besitzt eine unglaubliche Anziehungskraft für den Verein.“, erklärte der ehemalige Weltfußballer. Auch wenn er Verständnis für die Enttäuschung zeigt, relativiert er die unrealistische Erwartung, die Champions League jedes Jahr zu gewinnen. „Logischerweise kann man sie nicht jedes Jahr gewinnen. Es gibt andere Top-Teams mit dem gleichen Ziel – und sie sind eben auch sehr gut.“

Figo, der selbst einmal die „Orejona“ in den Händen hielt, äußerte zudem eine überraschende Präferenz, sollte er die Möglichkeit haben, erneut auf dem Platz zu stehen: „Wenn ich die Wahl hätte, ein anderes europäisches Team als Spanier zu unterstützen, würde ich vielleicht Paris Saint-Germain wählen, aufgrund ihres Spielsystems und ihrer Herangehensweise.“ Sein Respekt für Luis Enrique, den aktuellen Coach des PSG und ehemaligen Teamkollegen beim FC Barcelona, ist offensichtlich.

Druck im clásico? figo glaubt nicht an zusätzliche motivation

Druck im clásico? figo glaubt nicht an zusätzliche motivation

Mit dem anstehenden Clásico im Camp Nou im Blickpunkt, äußerte sich Figo skeptisch, ob die Spieler von Real Madrid eine zusätzliche Motivation benötigen. „Real Madrid setzt sich selbst unter Druck – und zwar allein durch seinen eigenen Stolz und die Qualität des Kaders.“, so Figo. „Als Spieler muss man sich das nicht noch von außen sagen lassen – man weiß es einfach, wenn man das weiße Trikot trägt.“ Seine Erfahrung auf beiden Seiten des spanischen Fußballklassikers macht seine Aussage nur noch glaubwürdiger.

Erinnerungen an große champions-league-momente

Erinnerungen an große champions-league-momente

Figo blickte zudem auf einige seiner prägendsten Momente in der Champions League zurück. Er erwähnte das Halbfinalduell zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona im Jahr 2002, das letztendlich den Weg für die Madrilenen zur Finalsieges ebnete. „Mit dem FC Barcelona erinnere ich mich an ein großartiges Spiel gegen Chelsea, das wir eindrucksvoll drehen konnten. Mit Real Madrid war es vielleicht ein Spiel gegen Manchester United, in dem ich auch ein Tor erzielte – und natürlich die Halbfinalpartie gegen Barcelona, aufgrund der Bedeutung des Spiels.“

Eine verpasste chance: die champions-league-sieg von 2002

Die Champions League von 2002, gewonnen gegen Bayer Leverkusen im Wembley-Stadion, bleibt für Figo eine besondere Erinnerung – nicht nur, weil es sein erster und einziger Titel in diesem Wettbewerb war, sondern auch, weil er körperlich nicht ganz fit war. „Ich erinnere mich, dass wir einen sehr guten Start hatten, bevor es durch den Ausgleich komplizierter wurde. Dann kam Zidanes unglaubliches Tor und Cassilas‘ Rettungsaktionen am Ende. Ich war körperlich nicht ganz auf dem Höhepunkt.“

Ein frühes fehlurteil: die verletzung gegen porto

Die Ursache für seine angeschlagene Fitness liegt in einer verletzten Verletzung, die bereits Monate zuvor, im Februar gegen Porto, im Champions-League-Spiel aufgetreten war. „Wir dachten, es sei nur ein Bänderriss im Sprunggelenk, aber es war offensichtlich etwas Ernsthafteres.“, gestand Figo. Dieser Umstand wirft ein neues Licht auf seine Leistungen in der darauffolgenden Copa del Rey, in der er trotz der Schmerzen spielte. „Ich habe die Copa del Rey, das Centenario, angeschlagen, mit einer Infiltration gespielt. Das machte eine vollständige Genesung sehr schwierig.“

Figo beendete seine Karriere mit einem Lächeln, nachdem er die Champions League gewonnen hatte, doch der Körper hatte gelitten. Er spielte anschließend noch die Weltmeisterschaft in Korea und Japan. „Ich habe mich erst nach den Ferien und dem Beginn der neuen Saison wirklich gut gefühlt.“

Die erinnerung an mourinho und das inter

Schließlich wandte sich Figo dem Champions-League-Sieg des Inter Mailand unter José Mourinho zu, den er als Botschafter des Vereins verfolgte. Die spektakuläre Eliminierung des FC Barcelonas und der anschließende Finalerfolg gegen den FC Bayern München bleiben ihm in Erinnerung. „Das war eine sehr schwierige K.O.-Runde. Gegen Barcelona mit zehn Mann zu spielen ist immer sehr hart, aber wir hatten den Mut und die Qualität, es zu schaffen.“

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