Wolfsburg: magath verliert den glauben – abstieg rückt näher

Felix Magath, der einstige Retter des VfL Wolfsburg, hat im Kampf um den Klassenerhalt die Hoffnung aufgegeben. Der 72-Jährige sieht den VfL bereits in der zweiten Liga und schlägt Alarm: „Ich befürchte, dass es für den VfL in die 2. Liga geht.“ Ein düsteres Urteil, das Wolfsburgs Anhänger wenig Hoffnung für die restlichen Spiele der Saison lässt.

Die erkenntnis im stadion: aktivität fehlte

Magath, der das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach im Stadion verfolgte, obwohl er zunächst Abstand nehmen wollte, war sichtlich enttäuscht von der Leistung seiner ehemaligen Mannschaft. Der Sieg gegen Union Berlin hatte ihn noch dazu bewogen, das Spiel zu besuchen, doch was er sah, bestätigte seine Befürchtungen. „Dann saß ich da und habe mir gedacht: Wenn meine Mannschaft so trainiert hätte, wie die da unten rumlaufen, dann hätte ich denen gesagt, packt zusammen, lasst gut sein, wir trainieren heute nicht, wir kommen morgen wieder“, kommentierte Magath die Vorstellung der Wolfsburger.

Der einstige Meistertrainer bemängelte vor allem die fehlende Aktivität auf dem Spielfeld. „Ich hatte das Gefühl, sie sind mehr über den Platz geschlichen als gelaufen“, kritisierte Magath, der den Klub bereits in der Vergangenheit trainiert hat und 2009 überraschend zur Meisterschaft führte. Seine Warnung ist unmissverständlich: Ein Blick nur auf das mögliche Endspiel gegen St. Pauli am letzten Spieltag wäre fatal.

Ein riskantes spiel: die abhängigkeit vom letzten spiel

Ein riskantes spiel: die abhängigkeit vom letzten spiel

„Es ist riskant“, so Magath. „Ein Spiel ist ein Glücksspiel, das kannst du immer gewinnen oder verlieren.“ Mit drei Spieltagen noch vor Saisonende steht der VfL Wolfsburg als Tabellensiebzehnter direkt vor dem Abgrund. Der Rückstand auf St. Pauli und den Relegationsrang beträgt lediglich einen Punkt – die Spannung ist also groß. Doch Magath rät davon ab, alles auf eine Karte zu setzen. Stattdessen müsse die Mannschaft in jedem einzelnen Spiel ihre Leistung abrufen, um den Klassenerhalt zu sichern.

Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Doch Magaths Worte sind ein Weckruf an den VfL Wolfsburg: Nur eine deutliche Leistungssteigerung und der Glaube an die eigenen Fähigkeiten können den Abstieg noch abwenden. Die kommenden Spiele werden entscheidend sein – und der Druck auf die Spieler und das Trainerteam ist enorm.