Von allmen scheitert an frühling auf der piste: „zu warm für meinen fahrstil“

Franjo von Allmen flog raus, bevor das Rennen richtig spannend wurde. Der dreifache Olympiasieger verpasste im Mittelteil von Courchevel ein Tor und rutschte ab – die Saison bleibt unrund.

Die warme spur wurde zur falle

Oben lag er noch zehn Hundertstel hinter Vincent Kriechmayr, dem späteren Sieger. Dann kam die Sonne ins Spiel. Die Piste verwandelte sich in eine schmierige Rinne, von Allmen rutschte in der Rechtskurve zu weit nach links – Aus. „Du verlierst die Ideallinie, danach ist es schwierig, wieder zurückzukommen“, sagte er im SRF-Interview. Die Worte klangen wie ein Schulterzucken mit Helm.

Das Problem ist altbekannt. Sein aggressiver, kantiger Stil braucht Kälte und Grip. Sobald der Schnee weich wird, verliert er den Druck. „Für mich war es heute viel zu warm. Da muss ich in Zukunft eine Lösung finden“, räumte er ein. Die Konsequenz: Er muss seine Setup-Kiste neu sortieren – weiche Ski, härtere Wachse, vielleicht sogar eine andere Laufmittelwahl.

Stefan rogentin nutzte die chance

Stefan rogentin nutzte die chance

Während von Allmen mit den Händen rang, fuhr Landsmann Stefan Rogentin aufs Podest. 1:34 Minuten, Platz drei – ein Erfolg, der in der Schweiz für kurze Ablenkung sorgt. Doch die Frage bleibt: Wie lange kann sich von Allmen auf seine Kälte-Expertise verlassen, wenn die Weltcup-Kalender immer weiter nach Süden rutschen?

Die Antwort wird beim nächsten Rennen fallen. Bis dahin heißt es im Schweizer Lager: Schaufeln, wachsen, beten – und hoffen, dass der Winter endlich zurückkehrt.