Wenning bleibt den eulen treu – vertragsverlängerung bis 2027
Die Eulen Ludwigshafen sichern sich ihre Torhüter-Zukunft: Philipp Wenning verlängert vorzeitig bis Sommer 2027 – ein klares Signal im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga.

Der 21-jährige zeigt sich lernbereit und liefert bereits highlights
Mit dem neuen Kontrakt belohnen die Pfälzer den Aufwärtstrend des Heidelberger Studenten. Seit Januar steht Wenning beim HLZ Friesenheim-Hochdorf im Kader, trainiert unter Torwart-Routinier Roko Peribonio und profitiert von dessen Erfahrung. Cheftrainer Michael Haaß bestätigt: „Er arbeitet intensiv, stellt sich jeden Tag neu vor – das zahlt sich aus.“
Die Zahlen sprechen für sich: In der Partie gegen Spitzenreiter Bietigheim hielt Wenning innerhalb von 15 Minuten einen Siebenmeter und parierte drei weitere Großchancen. Die Halle tobte, 2.000 Fans feierten den Keeper mit der Nummer 16. „So etwas vergisst man nicht“, sagt Wenning, der neben dem Training Physik studiert.
Der Weg dorthin war steinig. Nach Jahren bei den Rhein-Neckar Löwen kehrte er 2023 als Notnagel zu seinem Stammverein TSV Wieblingen zurück, hielt die Liga, wechselte dann ins HLZ und schaffte den Sprung in den Profikader. Die Eulen halten damit ein Eigengewächz, das sich in der Hochdruckkammer Zweite Liga bewährt hat.
Für Ludwigshafen, aktuell Tabellen-13., ist die Verlängerung ein strategischer Coup. Mit Peribonio, Wenning und dem jungen Moritz Schäfer besetzen die Eulen das Tor bis 2027 komplett – ohne externen Zuzug, dafür mit Hausverstand und Emotion. Wenning selbst nimmt’s locker: „Ich spiele, weil es Spaß macht. Wenn dabei ein Sieg gegen Bietigheim herausspringt, ist das Sahnehäubchen.“
Die Botschaft an die Konkurrenz: Die Eulen vertrauen auf Nachwuchs statt teure Importe – und haben damit vielleicht gerade den entscheidenden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt gelandet.
