Vbl grand final: überraschung in gruppe 1 – rieck kämpft weiter!
Die Favoritenrolle blieb in der Gruppe 1 des VBL Grand Finals intakt, doch ein Top-Spieler musste die Segel streichen. Levy Finn Rieck, der Titelverteidiger, nutzte die Chance und sicherte sich einen knappen Sieg gegen Yuval Blizovsky, womit er seine Hoffnungen auf die Titelverteidigung am Leben erhält.
Ein duell auf leben und tod
Das Aufeinandertreffen zwischen Levy Finn Rieck und Yuval Blizovsky war von höchster Brisanz. Für beide Spieler stand viel auf dem Spiel: Der Verlierer war bereits nach der Gruppenphase ausgeschieden, während der Sieger weiterhin vom Traum vom deutschen Einzelmeistertitel träumen durfte. Beide Spieler hatten in den vorherigen Partien Niederlagen einstecken müssen, konnten sich aber mit einem Sieg in Match 4 noch zurück ins Rennen kämpfen. Rieck, der Leipziger, bewies letztlich die größere Nervenstärke und setzte sich mit 5:3 gegen den Israeli vom SC Paderborn durch. Blizovsky muss sich von seinen Ambitionen verabschieden, während 'levyfinn' weiterhin auf seinen Titel schielen darf – zumindest vorerst.
Allerdings winkt ihm im Achtelfinale kein leichter Weg. Er muss sich in der Zwischenrunde beweisen, um überhaupt eine Chance auf den Titel zu haben. Dort treffen sich weitere namhafte eSportler wie Leverkusens Marc Landwehr, Bochums Jamie Bartel und DFB-ePokalsieger Jannis Pütz. Die Konkurrenz ist groß und die Aufgabe alles andere als einfach.

'Nassada' in topform
Während Rieck sich noch für die Zwischenrunde qualifizieren muss, stehen bereits einige Spieler sicher im Achtelfinale. Bayerns Furkan Kayacik, Hamburgs Steffen Pöppe, Heidenheims Arda Gümüs und Dortmunds Klubmeister Francesco Allocca konnten ihre Gruppenphase erfolgreich abschließen. Allen voran Nassim Dahman aus Freiburg, der als 'Nassada' bekannt ist, stach mit einer beeindruckenden Leistung heraus. Der Freiburger präsentierte sich in seinen vier Partien in herausragender Form und erzielte unglaubliche 39 Treffer. Rieck und Allocca wurden von ihm regelrecht überrollt.
Auch Arda Gümüs zeigte eine starke Leistung und erzielte fast genauso viele Tore wie Dahman. Sein 15:6-Sieg gegen St. Paulis Ben Ludwig war dabei die torreichste Begegnung der Gruppe 1, die insgesamt von hohen Ergebnissen geprägt war. Neben Blizovsky müssen sich auch Elversbergs Rick Mietzsch, Hannovers Riad Fazlija, Kaiserslauterns Ruben dos Santos Pereira und der Kieler Wildcard-Cup-Sieger Ermin Bukvic aus dem Rennen verabschieden.
Die Spannung im VBL Grand Final ist weiterhin hoch. Am Mittwochabend werden in Gruppe 2 weitere Achtelfinalisten und die restlichen Spieler für die Zwischenrunde ausgespielt. Ab 18 Uhr greifen unter anderem Umut Gültekin von RBLZ Gaming, Berkay Demirci vom FC St. Pauli und Koray Kücükgünar vom FC Bayern München zum Controller. Die Entscheidung über den deutschen Einzelmeister wird am 19. April in Hamburg fallen, wobei das Turnier dieses Jahr deutlich länger dauert und sich über anderthalb Wochen erstreckt.

Ein blick in die zukunft
Das VBL Grand Final 2026 verspricht ein noch größeres Spektakel zu werden. Die Ausdehnung des Turniers auf anderthalb Wochen bietet den Spielern mehr Zeit, sich zu akklimatisieren und ihre Bestleistungen zu zeigen. Die Fans dürfen sich auf spannende Duelle und emotionale Momente freuen, während die deutschen eSport-Stars um den begehrten Titel kämpfen.
