Sensationssieg: deutschland schlägt ungarn und atmet im wm-rennen!
Zürich – Ein Paukenschlag in der Eishockey-WM! Die deutsche Nationalmannschaft hat gegen Ungarn mit 6:2 abgeräumt und damit die Hoffnung auf ein Viertelfinalticket am Leben erhalten. Nach vier mageren Niederlagen zum Turnierstart war dieser Sieg nicht nur dringend nötig, sondern auch eine enorme mentale Stärkung für das Team von Bundestrainer Harold Kreis.
Gawankes dreierpack löst den knoten
Der Schlüssel zum Erfolg war zweifellos Leon Gawanke. Der Verteidiger aus Mannheim präsentierte sich in Topform und schnürte einen Hattrick (19., 42., 50.). Besonders hervorzuheben ist, dass Gawanke nicht nur für die Tore sorgte, sondern auch den erlösenden ersten Treffer im Powerplay nach zwölf erfolglosen Versuchen erzielte. Das war ein Wendepunkt im Spiel.
Neben Gawankes Glanzleistung trugen auch Eric Mik (9.), Lukas Reichel (40.) und der WM-Debütant Samuel Dove-McFalls (40.) mit Toren zum deutlichen Erfolg bei. Die deutsche Mannschaft dominierte vor 5000 Zuschauern in Zürich und ließ den Ungarn kaum Raum zum Atmen. Die Defensive war zwar nicht immer sattelfest, aber die Offensive präsentierte sich nun endlich mit Zug zum Tor.
Tamás Sarpatki (45.) und Janos Hari (58.) konnten für Ungarn lediglich zwei Treffer erzielen. Ein kleiner Patzer von Torhüter Philipp Grubauer beim ersten Gegenziel zeigte, dass auch er noch nicht ganz sicher ist, aber insgesamt war seine Leistung solide.

Entscheidung am samstag gegen österreich
Die Chance auf das Weiterkommen ist damit noch intakt. Am Samstag steht das vermeintliche Endspiel gegen Österreich an. Ein Sieg gegen den Nachbarn und ein weiterer Erfolg am Montag gegen Großbritannien würden die Aussichten auf die K.o.-Runde erheblich verbessern. Allerdings ist die DEB-Auswahl auf Schützenhilfe von anderen Teams angewiesen.
„Wir wussten schon vor dem Turnier, dass die letzten drei Spiele die sind, die wir gewinnen müssen“, betonte Verteidiger Leon Hüttl nach dem Spiel. „Wir wollen in jedem Spiel die aktivere Mannschaft sein, unser Spiel durchbringen.“ Die Überwindung der Powerplay-Misere war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Doch die Aufgabe ist noch nicht erledigt. Die deutsche Mannschaft muss an die Leistung anknüpfen und konzentriert bleiben, um die WM-Chance nicht zu verspielen.
Das Team muss sich zudem an Alexander Karachun gewöhnen, der den verletzten Daniel Fischbuch ersetzt hat. Ein neuer Spieler in der Mannschaft erfordert Anpassungszeit, aber die Stimmung im Team ist gut und der Glaube an den eigenen Erfolg scheint zurückgekehrt zu sein.
