Schock in nürnberg: gwinn verletzt – wm-traum gefährdet?
Ein bitterer Abend für die deutsche Frauenfußnationalmannschaft: Beim ungefährdeten 5:1-Sieg gegen Österreich in der WM-Qualifikation musste sich das Team einen schweren Schock verkennen. Giulia Gwinn, Kapitänin und Leistungsträgerin, erlitt eine Verletzung, deren Schwere noch unklar ist und die ihre Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Frage stellen könnte.
Zweikampf mit brunnthaler führt zur verletzung
Die Partie verlief für die DFB-Elf ansonsten wie am Schnürchen, doch die 27. Minute sorgte für kalte Luft im Nürnberger Stadion. Im Duell mit Melanie Brunnthaler vom HSV kam es zu einem unglücklichen Zusammenstoß. Brand störte Brunnthaler, die in der Folge Gwinn von den Beinen holte. Der Stürmerinnen vom FC Bayern fiel es bei der Landung schwer, und sie schlug sich schmerzhaft an der linken Schulter auf.
Die Bilder waren alarmierend: Gwinn blieb auf dem Rasen liegen, das Gesicht verzerrt vor Schmerz. Umgehend eilten die medizinischen Betreuer herbei, um erste Hilfe zu leisten. Nach kurzer Unterbrechung kehrte sie zwar kurzzeitig zurück, doch nur wenige Minuten später, in der 33. Minute, wurde sie durch Charlotte Wamser ersetzt – eine Entscheidung, die Gwinn den Anschein nach nicht voll unterstützte.
Bundestrainer Christian Wück betonte nach dem Spiel, die Auswechslung sei aus „Sicherheitsgründen“ erfolgt. Konkrete Angaben zur Art und Schwere der Verletzung vermied er jedoch: „Weitere Untersuchungen werden noch folgen, aber ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist“, erklärte er am Mikrofon des ZDF. Diese Aussage wirft jedoch weitere Fragen auf, denn Gwinn hatte in ihrer Karriere bereits mehrfach mit schweren Knieverletzungen zu kämpfen – zweimal riss sie sich das Kreuzband. Die verpasste WM 2023 nagt noch immer an den Nerven, und auch bei der EM 2025 zog sie sich eine Innenbandverletzung zu.

Die karriere der kapitänin – ein fragiles fundament?
Die Häufung schwerer Verletzungen wirft ein düsteres Licht auf die Karriere der talentierten Spielerin. Es bleibt abzuwarten, wie schwerwiegend die aktuelle Verletzung ist und ob Gwinn rechtzeitig zur WM fit werden kann. Der deutsche Frauenfußball kann nur hoffen, dass es sich um eine glimpflich verlaufene Verletzung handelt, denn ohne ihre Kapitänin wird es schwer, das Turnier erfolgreich zu bestreiten.
Das Team steht vor einer großen Herausforderung. Der Fokus liegt nun auf den weiteren Untersuchungen und der Genesung von Giulia Gwinn. Nur die Zeit wird zeigen, ob ihr Traum von der Weltmeisterschaft noch intakt bleibt. Der Sieg gegen Österreich tröstet angesichts dieser Nachrichten nur bedingt.
