Real madrid: schiedsrichter-debakel und mbappés geniestreich!
Madrid brodelt! Im Viertelfinal-Hinspiel gegen Bayern München erlebten die Fans von Real Madrid eine Nacht der Entbehrungen und fragwürdigen Entscheidungen. Neben dem verpassten Spiel von Aurelien Tchouameni lastet auf Schiedsrichter Michael Oliver ein Sturm der Kritik, nachdem er eine klare Tätlichkeit von Bayern-Verteidiger Jonathan Tah mit nur einer Gelben Karte quittierte. Ein Spiel, das hätte es in sich gehabt, wurde durch fragwürdige Pfiffe und rohe Gewalt verzerrt.
Tahs hacken-foul: eine schreckensminute
Die 71. Minute am Dienstagabend in Madrid: Der Stand war 2:0 für die Bayern, die Stimmung angespannt. In diesem Moment geschah es: Jonathan Tah trat Kylian Mbappé von hinten, mit offener Sohle, an der Hacke oberhalb der Achillessehne. Ein brutaler Tritt, der nicht nur Mbappé, sondern auch die gesamte Fußballwelt schockierte. Der Weltmeister von 2018 biss die Zähne zusammen und bewies seine außergewöhnliche Mentalität, indem er nur drei Minuten später den wichtigen Anschlusstreffer erzielte – ein Beweis seines Ausnahmetalents und seiner Widerstandsfähigkeit.
Ein Aufschrei ging durch die Reihen der Spieler, die sich dem Schiedsrichter entgegenstellten, um Oliver zur Rede zu stellen. Doch der Engländer blieb bei seiner Entscheidung. Trainer Alvaro Arbeloa ließ seiner Frustration auf der Pressekonferenz freien Lauf: „Ich verstehe nicht, warum er für das Foul an Mbappé keine Rote Karte gezeigt hat – das sind Entscheidungen, die man einfach nicht nachvollziehen kann.“

Lahoz' scharfe kritik und rosettis schweigen
Auch der ehemalige spanische Top-Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz äußerte sich scharf zu der Situation: „Eine sehr billige Entscheidung“ von Oliver, so Lahoz bei Movistar Plus+. Zuvor hatte er die Leistung des Engländers noch als „meisterhaft“ bezeichnet. Er betonte die potenzielle Gefahr: „Zum Glück ist nichts passiert. Hätten sie den Spieler behandelt, hätten die VAR-Kollegen um ihren Job fürchten müssen. Der Kontakt erfolgte in einem gefährlichen Bereich.“
Der deutsche Schiedsrichter-Experte Lutz Wagner sprach von einem „sehr, sehr grenzwertigen“ Einsteigen Tahs, räumte aber ein, dass Gelb in Ordnung sei – „aber nur deshalb, weil der Fuß noch relativ tief unten ist.“ Lahoz richtete sich anschließend direkt an Roberto Rosetti, den Vorsitzenden der UEFA-Schiedrichterkommission, und warf ihm vor, sein Wort gebrochen zu haben, da dieser angekündigt hatte, solche Aktionen mit einer roten Karte zu ahnden.

Tchouaménis sperre: ungerechtigkeit?
Die Gelbe Karte für Aurelien Tchouameni, die zu seiner Sperre im Rückspiel führt, sorgte ebenfalls für Unverständnis. „Für mich ist das keine Gelbe Karte, ich mache gar nichts, ich renne nur… Und bei all den Fouls, die es zuvor gab, ist das unfair“, klagte der Franzose. Arbeloa bezeichnete die Sperre als „herben Verlust“, betonte aber, dass er „gute Optionen“ habe. Die Frage ist: Kann Real Madrid den Ausfall Tchouamenis in München kompensieren?
Mbappé, der nach dem Foul eine blutige Wunde an der Wade erlitt, zeigte jedoch seine Klasse. „Er ist der beste Spieler der Welt. Das ist der Mbappé, den wir sehen wollen“, lobte Arbeloa.
Die Partie in München verspricht ein brisantes Duell zu werden. Real Madrid muss ohne Tchouameni auskommen und wird sich auf eine Revanche konzentrieren müssen. Doch die fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen in Madrid lassen einen bitteren Nachgeschmack und werfen Fragen nach der Fairness des Wettbewerbs auf. Die UEFA steht vor der Herausforderung, das Vertrauen in ihre Schiedsrichter zu wiederherstellen, bevor der Fußballpreis seine Glaubwürdigkeit verliert.
