Premier league sichert fünften champions-league-platz – bundesliga verharrt hinter spanien

Der FC Arsenal schlägt Sporting Lissabon 1:0 – und schickt mit einem Schlag zwei Konkurrenten ins Abseits. Die Premier League hat sich am Dienstagabend rechnerisch den begehrten fünften Europacup-Startplatz gesichert, während die Bundesliga weiter mit offenem Visier nach oben schauen muss.

Englands vorsprung ist längst kein zufall mehr

Mit 25,013 Punkten führt die englische Liga die Rangliste der European Performance Spots souverän an. Die Spanier folgen mit 20,281 Zählern, die deutsche Elite steht bei 19,714 – ein Rückstand von kaum mehr als einem halben Punkt, der sich aber angesichts der verbleibenden Teilnehmer wie ein Abgrund anfühlt.

Denn während in England noch sieben Klubs auf Europacup-Kurs sind, hat Deutschland nur noch drei Vertreter im Rennen: Bayern München, Mainz 05 und SC Freiburg. Der 2:1-Sieg der Münchner bei Real Madrid schmeckt wie ein kraftvoller Espresso, aber er reicht nicht, um den Kater der Vorrunde zu vertreiben.

Liverpool jubelt, chelsea zittert – und die bundesliga?

Liverpool jubelt, chelsea zittert – und die bundesliga?

Der Hauptprofiteur des Arsenal-Erfolgs ist Liverpool FC. Die Reds dürfen sich aktuell auf Platz fünf einrichten, direkt vor dem FC Chelsea, der nun womöglich sogar die Europa League gewinnen muss, um nicht leer auszugehen. Die Premier League sichert sich damit zum zweiten Mal in Folge den Extraplatz – und verwandelt finanzielle Macht in sportliche Kontinuität.

Die Bundesliga? Sie schaut auf ein Spiegelbild aus Vorjahren. 2023 noch lachte sie über den fünften Platz, heute zählt jeder Zwischenstand. Die Rechnung ist simpel: Spanien hat noch sechs Teams im Wettbewerb, Deutschland drei. Selbst wenn Bayern durchmarschiert und Mainz sowie Freiburg die Konferenz-League-Kulisse rocken – die Punkte reichen hinten und vorne nicht.

Die Uhr tickt. Noch zwei Runden bis zum Cut. Wer jetzt strauchelt, verschenkt nicht nur Prestige, sondern auch Millionen, die beim nächsten Transferfenster fehlen. Die Premier League feiert sich, Spanien lacht sich ins Fäustchen – und die Bundesliga muss wieder von vorn beginnen.