Pogacar profitiert: del toro dominiert tour auvergne-rhône-alpes!
Tadej Pogacar kann aufatmen: Trotz verpatzter Mannschaftszeitfahrt und Ausfällen wichtiger Helfer hat sich der slowenische Superstar bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes in Topform präsentiert – wenn auch indirekt. Denn während Pogacar selbst nicht am Start war, offenbarte das Rennen eine entscheidende Entwicklung: seinen neuen, nahezu unschlagbaren Ausrufer Isaac del Toro.

Del toro krönt sich zum bergkönig
Die Tour Auvergne-Rhône-Alpes, ein wichtiger Testlauf vor der Grande Boucle, offenbarte ein überraschendes Bild. Während die Konkurrenz, allen voran das Visma-Aufgebot, zwar beeindruckte, war es letztlich Isaac del Toro, der die Show stahl. Mit zwei fulminanten Etappensiegen in den Bergen sicherte sich der Mexikaner den Gesamtsieg und katapultierte Pogacars Team in neue Höhen.
Besonders beeindruckend war der direkte Vergleich mit Paul Seixas, der nach einem Sturz ausscheiden musste. Del Toro konnte dem französischen Favoriten im Schlussanstieg nicht nur folgen, sondern ihn sogar überholen – ein deutlicher Hinweis auf seine neu gewonnene Stärke. Erinnerungen an die Baskenland-Rundfahrt, in der Seixas noch die Oberhand behielt, sind verblasst. Jetzt präsentiert sich del Toro als ernstzunehmender Anwärter auf die Tour-de-France-Bergetappen.
Die Stärke des jungen Kletterers dürfte Pogacar entscheidende taktische Vorteile verschaffen. Egal, ob Florian Lipowitz oder Remco Evenepoel die Doppelspitze bilden – Del Toros Fähigkeit, Attacken zu kontern und selbst zu attackieren, macht ihn zu einem unberechenbaren Faktor. Beobachter spekulieren bereits, ob er, ähnlich wie Adam Yates im Vorjahr, am Ende neben Pogacar auf dem Podest in Paris stehen könnte.
Doch nicht nur Del Toro sorgte für Aufsehen. Die Leistung von Matteo Jorgenson, der trotz verpasstem Podest sein Bestes gab, offenbarte Schwächen im Visma-Team. Auch die Kapitäne von Lidl, Juan Ayuso und Mattias Skjelmose, blieben hinter den Erwartungen zurück.
Pogacar selbst äußerte sich nach dem Rennen humorvoll: „50/50 happy“ – ein interner Witz, der keinesfalls eine geteilte Führungsrolle bei der Tour andeutet. Vielmehr unterstreicht er die Zufriedenheit über Del Toros Leistung und die neuen Optionen, die sich für das Team eröffnen.
Die Tour Auvergne-Rhône-Alpes hat somit nicht nur ein neues Bergtalent enthüllt, sondern auch die Weichen für einen spannungsgeladenen Kampf um den Toursieg gestellt. Der Name Isaac del Toro wird in den kommenden Wochen in aller Munde sein.
