Lausanne hc bekommt rochette zurück – playoff-traum lebt

43 Punkter in 46 Matches, dann der Schlag an den Kopf. Die Zahlen zitterten, das Herz von Lausanne ebenso. Doch Théo Rochette wird auftauchen, wenn am 21. März die Playoffs starten.

Der check, der für einen moment die saison stoppte

Donnerstagabend, Davos. Enzo Guebey trägt den Puck aus dem eigenen Drittel, Rochette prescht mit, erhält aber statt des Rubber den Ellbogen an die Schläfe. Die Plexiglaswucht wirkt wie eine Explosion, Rochette bleibt liegen, taumelt vom Eis. Die Diagnose: keine Fraktur, keine Gehirnerschütterung – nur ein Schock, der sich in die Knochen schreibt.

Lausannes Sportchef John Fust schaltet sofort auf Krisenmodus, lässt Rochette in der Kabine, schickt ihn am Samstag nicht mit dem Team nach Freiburg. Die Drachen bezwingen die Waadtländer trotzdem 4:2, der Playoff-Platz ist fix. „Wir haben ihn geschont, weil er uns in zwei Wochen mehr nützt als in zwei Tagen“, sagt Fust und streicht das letzte Regular-Season-Spiel gegen Ajoie ebenfalls aus dem Kalender seines Topscorers.

43 Punkte, eine schulter, ein ziel

43 Punkte, eine schulter, ein ziel

Rochette trainiert bereits wieder leicht, die Bänder halten, der Blick ist klar. Für Geoff Ward ist das mehr als ein Trostpreis: Der Center ist der einzige Lausanner, der in dieser Saison plus-15 steht und gleichzeitig mehr als zwei Punkte pro Spiel sammelt. Ohne ihn wäre das Powerplay auf 13 % zusammengebrochen – mit ihm bleibt es eine Waffe, die selbst Bern und Zürich nervös macht.

Die Gegner in der ersten Runde werden zwischen Biel und Genf geschmiedet. Wer auch immer kommt, muss an der blauen Linie einen Plan gegen Rochette haben – und den hat er selbst schon parat: „Ich bin bereit, wenn die Scheibe fällt.“

Die Botschaft ist klar: Lausanne reist nicht nur mit Verteidigung und Torhüter, sondern mit dem französischsprachigen Magier, der in den letzten drei Playoff-Jahren nie vor dem Viertelfinale ausschied. Die Uhr tickt bereits. In elf Tagen zählt jeder Pass, jeder Check – und Rochette wird mittendrin stehen, statt neben der Bande.