Union berlin stolpert tiefer in den abstiegssumpf – fans toben nach bremen-pleite
1:4 gegen Werder Bremen, Platz 14, nur noch vier Punkte zum Relegationsrang: Union Berlin ist zurück im Schlamassel. Die Anhänger skandierten nach Abpfiff „Aufwachen! Aufwachen!“ – ein Hilferuf, der selbst Trainer Steffen Baumgart nicht kalt ließ.
Die rote karte, die alles zerbröselte
András Schäfers früher Platzverweis war der Funke, der das Kartenhaus in sich zusammenfallen ließ. Die Szene? 19. Minute, Mittelfeldduell, Referee Timo Gerach zückt Rot. Baumgart tobte an der Seitenlinie: „Das ist maximal Gelb.“ Doch die Bilder lügen nicht: Schäfers Fuß landet hoch am Schienbein. Von da an spielten die Eisernen nur noch mit Zehn – und den Kopf schon in Liga zwei.
Die Statistik nagelt Union an die Wand: seit der Winterpause erst zwei Siege, zwölf Gegentore in den letzten vier Heimspielen. Die Tabelle lügt nie, und sie zeigt, dass der einstige Verfolger von Europa-League-Plätzen sich selbst zum Abstiegskandidaten degradiert hat.

Heldts lakonisches fazit klingt wie ein todesstoß
„Das wollten wir nicht. Das ist unfassbar ärgerlich“, sagte Geschäftsführer Profifußball Horst Heldt. Seine Stimme zitterte nicht, seine Zahlen schon: neun Spiele, 27 mögliche Punkte, Realität sieben. Die Rechnung ist einfach – wenn Union so weiterspielt, reichen selbst 31 Punkte am Ende vielleicht nicht.
Am Sonntag geht’s nach Freiburg, ohne Schäfer, dafür mit Rückenwind der Fans, die trotz Wut nie abbrechen. Baumgart betonte: „Kein Riss zwischen Tribüne und Kabine.“ Aber ein Riss im Spielplan, der wird immer größer. Wer jetzt nicht gewinnt, der fällt. Tief. Und vielleicht für lange Zeit.
