Jeremiah fears schreibt mit 40 punkten gegen utah jazz nba-geschichte
Jeremiah Fears hat in der Nacht zum Donnerstag die NBA-Szenerie aufgemischt. Mit 40 Punkten, sechs Assists, fünf Rebounds und drei Steals führte der 19-Jährige die New Orleans Pelicans zum 156:137 gegen die Utah Jazz und wurde dabei zum vierjüngsten Spieler der Liga-Historie, der die 40-Punkte-Marke knackte.
Fears tritt ein in exklusiven 40-punkte-club
Die Pelicans erzielten dabei ihre meisten Punkte in einem einzigen Spiel – und das gegen eine Defense, die in den vergangenen Wochen noch als stabil galt. Fears traf 14 seiner 21 Würfe, unter ihnen fünf Dreier bei acht Versuchen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In dieser Saison gelang ein solches Rookie-Outing nur ihm und Cooper Flagg.
Die Scouts hatten Fears vor dem Draft an siebter Stelle gelistet, weil seine Treffsicherheit aus der Mid-Range und seine Schnelligkeit im offenen Feld sofort ins Auge stachen. Was sie unterschätzten: seine Ruhe unter Druck. Als Utah in einem 14:0-Lauf auf 98:102 herankam, erlöste Fears mit zwei Step-Back-Dreiern binnen 73 Sekunden die Smoothie King Center-Arena.
Die Bilanz seiner ersten NBA-Spiele liest sich mittlerweile wie das Protokoll eines etablierten Guards: 13,4 Punkte, 3,6 Rebounds, 3,3 Assists – und ein Plus-Minus von +4,8, das ihn unter den Top 25 aller Shooting Guards platziert. Für Pelicans-Coach Willie Green ist das kein Zufall: „Er versteht, wann er angreifen und wann er den Ball bewegen muss. Das lernt man normalerweise erst im vierten Jahr.“

Jazz-defense kassiert historische niederlage
Die Jazz wehrten sich bis zur letzten Viertelminute, doch sobald sie auf Zonen wechselten, fand Fears die Lücken. Sein Pick-and-Roll-Spiel mit Zion Williamson erinnerte an die frühen Duelle zwischen Chris Paul und David West – nur schneller. Utah kassierte 156 Punkte, nie zuvor hatte die Franchise in der eigenen Halle eine derartige Punktlawine hinnehmen müssen.
Die 13.000 Zuschauer in der Arena bekamen eine kleine Geschichte zu sehen. Fears’ 40-Punkte-Spiel reiht sich ein neben Leistungen von LeBron James, Kevin Durant und Luka Dončić – allesamt nicht älter als 20, als sie diese Grenze durchbrachen. Der Unterschied: Fears brauchte dafür nur 29 Minuten Einsatzzeit.
Mit 13 Siegen in 18 Spielen haben die Pelicans ihre beste Startphase seit der Gründung hingelegt. Der Grund dafür trägt die Nummer sieben auf dem Rücken. Und sollte Fears diese Frequenz halten, steht dem nächsten Rookie-of-the-Year-Kandidaten aus Louisiana nichts mehr im Weg.
