Hächler: comeback nach verletzungen und weltcup-planungen im fokus
Lenz Hächler, der Shootingstar des Schweizer Alpinen, blickt nach einem erfolgreichen Europacup-Winter voller Zuversicht nach vorne – trotz anhaltender Beschwerden. Im exklusiven Gespräch mit dem St. Galler Tagblatt sprach der junge Athlet über seine ambitionierten Ziele und die Herausforderungen, die noch vor ihm liegen.
Europacup-sieg als sprungbrett
Der Gewinn der Gesamtwertung im Europacup war für Hächler ein wichtiger Meilenstein, obwohl die Saison keineswegs ohne holprige Phasen verlief. Er konnte die Saison mit dem Schweizer Meistertitel im Riesenslalom krönen, was seinen Aufstieg in der Weltklasse unterstreicht. „Es freut mich, dass ich nach den Problemen zu Beginn der Saison den schnellen Schwung im Riesenslalom wiedergefunden habe“, so Hächler im Gespräch.

Knieprobleme bremsen den sommer
Doch die Vorfreude auf die neue Weltcupsaison wird von körperlichen Beschwerden getrübt. Eine Blessur aus dem Februar macht ihm zu schaffen: „Ein, zwei Dinge im Gelenk sind etwas lädiert. Ich habe mir die Sehne am Kniekehlenmuskel gezerrt und einen kleinen Riss im Meniskus zugezogen.“ Glücklicherweise war eine Operation nicht erforderlich, doch der junge Athlet muss eng mit Ärzten und Physiotherapeuten zusammenarbeiten, um eine Verschlimmerung zu vermeiden. Das Ziel: Ein Sommer ohne Rückschläge.

Flexibilität im weltcup-plan
Durch seinen Europacup-Sieg darf Lenz Hächler in allen Disziplinen im Weltcup starten. Das eröffnet ihm enorme Möglichkeiten, doch die genaue Planung ist noch offen. „Welche Rennen ich wo fahren werde, wird sich auch aus der Situation heraus ergeben und ist auch vom Formstand abhängig“, erklärt er. Er wird vorerst in seiner aktuellen Trainingsgruppe bleiben, die sich aus Riesenslalom- und Speed-Spezialisten wie Marco Odermatt und Gino Caviezel zusammensetzt. Die Entscheidung, welche Rennen er tatsächlich bestreiten wird, liegt letztendlich bei ihm und den Trainern – und wird kurzfristig getroffen.

Pünktlichkeit zweitrangig, ergebnis zählt
Obwohl Hächler nicht gerade für seine Schweizer Pünktlichkeit bekannt ist, so zählt am Ende doch das Ergebnis. Nach den Schweizer Meisterschaften stehen noch einige Speedtrainings auf dem Programm, bevor der 22-Jährige eine wohlverdiente Pause einlegen kann. Er freut sich darauf, sich mit dem Surfen zu entspannen. Die nächste Saison verspricht Spannung und Herausforderungen – und Lenz Hächler ist bereit, sie anzunehmen.
