Fc gundelfingen: sensationell! ligaverbleib vorzeitig gesichert – und schon wird nach neuen zielen geschaut!

Gundelfingen – Was für eine Saison für den FC Gundelfingen! Der Aufsteiger hat nicht nur die Klasse in der Bayernliga Süd gehalten, sondern die Erwartungen haushoch übertroffen. Trainer Thomas Rudolph und seine Mannschaft präsentieren sich als eine Einheit, die mit Leidenschaft und taktischer Klugheit die Liga herausfordert.

Die überraschung der rückrunde: konstanz als schlüssel zum erfolg

Nach dem Aufstieg aus der Landesliga Südwest war das Ziel für die meisten Teams klar: den Klassenerhalt sichern. Der FC Gundelfingen verfolgte ebenfalls dieses Ziel, doch die Realität übertrifft nun die kühnsten Erwartungen. Bereits nach den Osterfeiertagen stand fest: Die Schwaben bleiben in der Liga. Acht Spiele hatte der letztjährige Meister der Landesliga Südwest noch vor sich, als die Mission gerettet war – eine bemerkenswerte Leistung!

„Wir sind natürlich sehr erleichtert, dass wir das Ziel erreicht haben“, freut sich Trainer Rudolph. Die Konstanz der Mannschaft über die gesamte Saison hinweg war ausschlaggebend für den Erfolg. Zwar gab es nach der Winterpause zwei Niederlagen in Serie, wobei das Spiel gegen Heimstetten mit einem deutlichen 1:3-Debakel endete, doch das Team fand schnell wieder zu alter Stärke.

Der Wendepunkt kam Mitte März im „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen die abstiegsgefährdeten Allgäuer aus Kottern. Nach einem frühen Rückstand kämpfte sich der FCG zurück und sicherte sich einen wichtigen Sieg. „Danach konnten wir ehrlicherweise mit drei Toren zurückliegen, aber wir haben die schwierigen Momente überstanden und haben es danach gut gespielt und verdient gewonnen“, so Rudolph.

Defensive stabilität und kreative lösungen

Defensive stabilität und kreative lösungen

Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg des FCG ist die bärenstarke Defensive. „Bei uns arbeiten alle elf Spieler extrem gegen den Ball. Und wenn man merkt, dass es funktioniert, macht es natürlich umso mehr Spaß“, analysiert der Coach. Die letzten Ergebnisse sprechen für sich: Viermal stand die defensive Null auf dem Tableau. Mit einem Schnitt von exakt einem Gegentreffer pro Partie beweist die Mannschaft ihre defensive Stärke.

Besonders bemerkenswert ist, wie der FCG auf einen Ausfall reagiert hat. Der eigentlich unersetzbare Innenverteidiger David Anzenhofer fällt seit dem Winter aufgrund eines Bandscheibenvorfalls aus. Doch dank der stabilen Teamstruktur konnten kreative Lösungen gefunden werden. Leon Seiler, der in der Vorrunde als Sechser und Achter agierte, rückte nach hinten – ein Experiment, das sich auszeichnet.

„Im Vorjahr war er sogar oft als Stürmer unterwegs“, schmunzelt Rudolph über die aus der Not geborene Tugend. Diese Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind ein Zeichen für den starken Zusammenhalt in der Mannschaft. Der FCG hat sich im erweiterten Spitzenfeld der Liga etabliert und präsentiert sich als ernstzunehmender Gegner.

Crunchtime mit spannung und neuen zielen

Crunchtime mit spannung und neuen zielen

Trotz des bereits gesicherten Klassenerhalts gibt es keine Entspannung bei den Gundelfingern. Vielmehr will die Mannschaft die positive Welle reiten und die Spannung hochhalten. „Im Niemandsland der Tabelle fällt irgendwann die Spannung ab, das haben wir letztes Jahr nach dem Feststehen der Meisterschaft erlebt“, erklärt Rudolph. „Dennoch wollen wir nicht erneut herumdümpeln. Daher gilt es, das Momentum zu nutzen und uns möglichst lange an die Spitzengruppe dran zuheften.“

Mit vier Punkten Vorsprung auf den siebten Platz ist alles im Verfolgerfeld möglich. Der FCG wird seine beste Bayernliga-Saison seit der Ligenreform im Jahr 2012 absolvieren. Dabei will man aber nicht zu viel erzwingen: „Wir werden schon das ein oder andere ausprobieren und auch mal durchwechseln“, so Rudolph. Die Chance, den Jungs aus der zweiten Garde wertvolle Spielzeit zu ermöglichen, soll genutzt werden – nicht aus Gefälligkeit, sondern als Anerkennung für ihren großen Anteil am Erfolg. „Unser Stamm besteht nicht nur aus 12 oder 13 Spielern. Wir sind wirklich 22 Spieler, von denen jeder Einzelne im Training anschiebt und mir als Trainer das Gefühl vermittelt, dass jeder die Möglichkeit sieht zu spielen. Das ist tatsächlich unser ganz großes Plus in der aktuellen Saison.“

Das Programm der letzten Spiele verspricht Spannung pur: Die Herausforderung mit dem SV Kirchanschöring, dem TSV 1860 München II, dem TSV Landsberg und dem SV Erlbach wird zeigen, wo die Reise des FCG hingeht. Fußballherz, was willst du mehr?