Eishockey-schock: nationalmannschaft scheitert erneut vorzeitig!
Die Enttäuschung ist perfekt: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz erneut in der Vorrunde ausgeschieden. Ein frühes Aus, das viele Fans und Experten gleichermaßen sprachlos zurücklässt und die Frage nach der Zukunft des Teams und des Trainerstabes laut werden lässt.
Lettland demoliert ungarn, usa sichert sich den letzten platz
Am Dienstagabend besiegelte Lettland mit einem deutlichen 8:1-Sieg gegen Ungarn das vorzeitige Aus der Deutschen. Die USA ließ Österreich mit 4:1 keine Chance und sicherte sich damit den letzten Platz im Viertelfinale. Für das deutsche Team, das sich in der Gruppe A mit Großbritannien, Lettland und den USA befand, reichte es trotz eines 6:3-Sieges am Montag gegen Großbritannien nicht zu Platz zwei. Die Hoffnung auf ein Weiterkommen, die nur bei einer Niederlage Lettlands in der regulären Spielzeit bestanden hätte, wurde zunichte gemacht.
Dieses frühe Aus reiht sich nahtlos in eine enttäuschende Bilanz ein: Nach dem Vorrunden-K.O. im vergangenen Jahr in Dänemark und dem bitteren Rückschlag bei den Olympischen Spielen in Mailand, wo die NHL-Stars fehlten, ist es bereits der dritte internationale Wettbewerb in Folge, der ohne Erfolg bleibt. Die Erwartungen an das Team von Bundestrainer Harold Kreis waren hoch, insbesondere nach dem sensationellen Gewinn der Silbermedaille bei der WM 2023.

Zukunft von bundestrainer kreis ungewiss – künast blockt ab
Die Frage, ob Harold Kreis auch im kommenden Jahr weiterhin das Ruder beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) übernehmen wird, schwebt wie ein Damoklesschwert über dem Team. DEB-Sportvorstand Christian Künast vermied es am Dienstag, eine klare Aussage zu treffen und blockte ab. „Warum soll ich jetzt was dazu sagen?“, entgegnete er nach dem Spiel gegen Großbritannien. „Darüber brauchen wir noch nicht zu sprechen. Lasst uns erstmal die Analyse machen. Das Turnier ist ja noch nicht mal zu Ende.“ Diese Ausflüchte lassen den Schluss zu, dass die Entscheidung über die Zukunft des erfahrenen Trainers noch nicht gefallen ist.
Die Analyse des Turniers soll ab nächster Woche beginnen. Im kommenden Jahr steht die Heim-WM in Düsseldorf, Mannheim und auf Schalke an – ein Turnier, bei dem die Fans nun mit großer Wahrscheinlichkeit eine neue Besetzung auf der Trainerbank erwarten.
Die Forderungen nach einer grundlegenden Überprüfung des Systems und der Spielphilosophie werden lauter. Ex-Kapitän Marco Müller forderte bereits einen „gemeinsamen Tisch“, um die Probleme zu analysieren und Lösungen zu finden. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob der DEB diesen Appell erhört und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des deutschen Eishockeys neu stellt. Die Fans sehnen sich nach frischen Impulsen und einem Team, das wieder Leidenschaft und Erfolg verkörpert.
