Dirk leun: eine handball-legende wird geehrt – und blickt nach vorn

Ein leben für den handball: dirk leun erhält sonderpreis

Dirk Leun, eine prägende Figur im deutschen Frauenhandball, wurde bei den German Handball Awards 2025 mit dem Sonderpreis der Jury für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Eine Anerkennung für fast zwei Jahrzehnte engagierter Arbeit, die noch lange nicht zu Ende ist. Leun hat den Buxtehuder SV über 6.356 Tage geprägt, Erfolge gefeiert und zahlreiche Talente gefördert.

Die lange ära beim buxtehuder sv

Die lange ära beim buxtehuder sv

Von 2008 bis 2025 war Dirk Leun Trainer des Buxtehuder SV. In dieser Zeit feierte er den DHB-Pokalsieg, gewann den EHF Challenge Cup und führte die Jugendmannschaften zu Deutschen Meisterschaften. Seine lange Amtszeit ist im Profi-Handball eine Seltenheit. „Ich fühle mich geehrt, das ist eine hohe Anerkennung für die letzten fast 20 Jahre“, sagte Leun sichtlich bewegt.

Eine welt im wandel: leuns amtsantritt 2008

Als Leun 2008 sein Amt in Buxtehude antrat, war die politische und sportliche Landschaft eine andere. Barack Obama gewann die Vorwahlen der Demokraten, Angela Merkel war Bundeskanzlerin, und Matthias Steiner holte bei den Olympischen Spielen in Peking eine denkwürdige Goldmedaille. Die Zeit war geprägt von Veränderungen, während Leun Kontinuität in Buxtehude verkörperte.

Der schlüssel zum erfolg: talentförderung und integration

Schon früh erkannte man Leuns Talent, Spielerinnen zu integrieren und Talente zu fördern. Ehemaliger BSV-Gesellschafter Michael Schmidt erinnert sich: „Wir wollten einen Trainer, der nicht nur den Bundesliga-Handball im Blick hat, sondern auch die Nachwuchsförderung. Dirk hat ein sehr gutes Händchen dafür.“ Diese Philosophie trug maßgeblich zum Erfolg bei.

Erfolge und unvergessliche momente

Neben dem EHF Challenge Cup (2010) und den DHB-Pokalsiegen (2015, 2017) feierte Leun auch Erfolge im Nachwuchsbereich mit den A-Jugendlichen (2016) und B-Jugendlichen (2019). Zwei Vizemeisterschaften (2011, 2012) führten das Team in die Champions League. Besonders in Erinnerung bleibt das dramatische Pokalfinale 2011 gegen Leverkusen, das nach dreifachem Siebenmeterwerfen und doppelter Verlängerung mit 45:44 gewonnen wurde. Monika Ludmilova steuerte dabei unglaubliche 27 Tore bei!

Von buxtehude zurück zu den wurzeln

Nach dem Ende seines Engagements beim Buxtehuder SV im November 2025 zog es Leun nicht zurück, sondern zu einer neuen Herausforderung. Ab Juli 2026 wird er Leitender Landestrainer beim Handballverband Niedersachsen-Bremen (HVNB). „Für uns ist es ein absoluter Glücksfall, dass sich Dirk für den HVNB entschieden hat“, so HVNB-Präsident Stefan Hüdepohl. Leun selbst bezeichnet den Schritt als „Back to the roots“ und freut sich darauf, Talente im niedersächsischen und Bremer Handball zu fördern. Er gewann 2005 mit Hessen bereits den Länderpokal, den heutigen Deutschland-Cup.

Eine vision für die zukunft

Leun sieht seine neue Aufgabe als Chance, seine Leidenschaft für die Talentförderung weiterzuleben. „Die Förderung von Talenten im Leistungssportbereich war schon immer eine Herzensangelegenheit für mich“, betont er. Er freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des HVNB und darauf, junge Spielerinnen auf ihrem sportlichen Weg zu begleiten.