Biathlon-drama in mailand: franziska preuß verpasst einzelmedaille – fokus auf sprint
Enttäuschung und hoffnung bei olympia-einzelrennen
Die Biathlon-Hoffnungen ruhten auf Franziska Preuß, Deutschlands Sportlerin des Jahres. Nach einem vielversprechenden Verlauf des Einzelrennens bei den Olympischen Spielen in Mailand Cortina 2026, rutschte ihr die Medaille im letzten Stehendschießen durch die Finger. Trotzdem zeigte sich Preuß mit Humor auf Instagram, indem sie ihre Enttäuschung mit drei treffenden Emojis kommentierte: "Scheiße gelaufen!".

Preuß’ traum platzt im letzten schießen
Lange lag Preuß auf Medaillenkurs, doch zwei Fehler beim entscheidenden letzten Stehendschießen zerstörten ihre Träume von Edelmetall. Am Ende reichte es nur zu Rang zehn. "Vor dem letzten Schießen war ich noch optimistisch, danach natürlich nicht mehr", so die Gesamtweltcupsiegerin. Sie haderte mit dem Fehler: "Ich war bis zum ersten Schuss im Plan. Dann passiert der Fehler und das Kartenhaus ist in sich zusammengefallen.".

Voigt verpasst ebenfalls das podest
Auch Teamkollegin Vanessa Voigt blieb zwar fehlerfrei am Schießstand, verlor aber zu viel Zeit im Lauf und wurde unglücklicherweise Vierte. Voigt zeigte sich gelassen, wusste aber um die Kritik, die auf ihre Laufzeit folgen würde: "Im Einzel zählt jeder Treffer, ich wollte mir da nichts vorwerfen, wollte sauber die Null schießen. Das habe ich geschafft.".
Bitterling sieht fortschritte im team
Trotz des enttäuschenden Ergebnisses zeigte sich DSV-Sportdirektor Felix Bitterling stolz auf die Leistung der Athleten. "So abzuliefern beim Saisonhöhepunkt, das muss man erstmal machen", lobte er. Er betonte, dass das Team auf einem guten Weg sei und keinen Grund habe, den Kopf in den Sand zu stecken. Die kommenden Rennen bieten noch Chancen auf Medaillen.
Blick nach vorne: fokus liegt nun auf dem sprint
Für Preuß und das DSV-Team geht es am Samstag (14:45 Uhr live bei Eurosport und HBO Max) mit dem Sprint weiter. Preuß sieht im Vergleich zum Einzel über 15 Kilometer eine Chance für mehr Risiko: "Da kann man ein Stück weit mehr Risiko gehen und vielleicht schneller angehen." Sie gab zu, sich erholen zu müssen, betonte aber, dass ihre Form grundsätzlich gut sei.
Analyse und ausblick
Experte Rösch analysierte das Rennen und erklärte, dass kleine Fehler Preuß und Voigt die Medaillen gekostet haben. Die Athletinnen haben noch drei Möglichkeiten in Südtirol, um in einem Individualrennen auf das Podest zu springen. Die Hoffnung auf Edelmetall lebt weiter. Der Instagram-Post von Preuß verdeutlichte ihre Enttäuschung, aber auch ihren Humor und ihre Entschlossenheit.
