Becker hängt schläger und racket an den nagel: zukunft als experte winkt
Boris Becker, die deutsche Tennis-Legende, hat einen Schlussstrich unter seine Karriere als Trainer gezogen. Die überraschende Ankündigung erfolgte im Rahmen der Laureus World Sports Awards und markiert das Ende einer Ära, die von Triumphen und Kontroversen geprägt war.

Becker: "meine zeit als trainer ist vorbei"
Der 58-Jährige, der zwischen 2013 und 2016 als Coach von Novak Djokovic maßgeblich an sechs Grand-Slam-Titeln beteiligt war, erklärte, dass er sich nun voll und ganz auf seine Tätigkeit im Medienbereich konzentrieren möchte. "Ich habe eine wundervolle Zeit als Trainer gehabt, aber es ist an der Zeit, neue Wege zu gehen," so Becker in einer Medienrunde. Interessant ist, dass ihm trotz seiner Entscheidung zahlreiche Angebote unterbreitet wurden, die er aber allesamt abgelehnt hat. Er nannte keine Namen, deutete aber an, dass es sich um Top-Teams der Tenniswelt gehandelt hat.
Die Zusammenarbeit mit Djokovic, die eine der erfolgreichsten in der Geschichte des Tennis darstellte, wird von Becker mit großer Wärme betrachtet. Er blickt aber nach vorne und betont, dass er seine Expertise weiterhin bereitstellt – allerdings auf andere Weise. "Ich stehe für Telefonate zur Verfügung, wenn mich jemand braucht. Ich gebe gerne meine Einschätzungen weiter, aber ohne große Publicity und ohne eine Rückkehr auf den Trainingsplatz," erklärte der sechsfache Grand-Slam-Champion.
Becker wird ab dem 24. Mai bei den French Open für Eurosport als Experte im Einsatz sein. Seine Analyse und sein Fachwissen werden sicherlich viele Tennis-Fans begeistern. Die Entscheidung, sich von der aktiven Trainerrolle zu verabschieden, ist auch mit familiären Veränderungen verbunden. "Ich habe Familienzuwachs bekommen, und das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Ich habe andere Pläne für mein Leben," so Becker.
Es bleibt abzuwarten, welche beruflichen Wege Becker in Zukunft einschlagen wird. Fest steht jedoch, dass seine Stimme im Tennis weiterhin gehört werden wird – wenn auch nicht mehr vom Spielfeldrand aus. Der Fokus liegt nun auf der medialen Präsenz und der Unterstützung junger Talente aus der Ferne. Ob Holger Rune, den Becker von Oktober 2023 bis Februar 2024 trainierte, von diesem Angebot Gebrauch macht, wird sich zeigen.
