Alessandro hämmerle krönt sich zum doppelten olympiasieger – ein triumph der emotionen

Alessandro hämmerle holt gold im snowboard-cross – ein herzschlagfinale in livigno

Alessandro Hämmerle hat für Österreich einen weiteren Triumph bei den Olympischen Winterspielen in Livigno gefeiert! Der Vorarlberger gewann die Goldmedaille im Snowboard-Cross und sorgte damit für überschwängliche Freude – sowohl bei ihm selbst als auch bei seiner Familie und seinen Freunden, die eigens angereist waren. Es ist bereits sein zweiter Olympiasieg, was diesen Erfolg umso wertvoller macht.

Ein sieg für die familie

Der 32-jährige Hämmerle betonte nach dem Rennen, dass ihm die Anwesenheit seiner Liebsten besonders viel bedeutet. „Es klingt blöd, aber ich wäre auch zufrieden gewesen, wenn ich meine Familie und Freunde mit einem 16. Platz sehen und umarmen hätte können. Das gibt mir viel, das sind meine Werte“, sagte er bewegt. Der Goldmedaillengewinn vor einem ganzen Bus voller Familie und Freunde war für ihn emotional der Höhepunkt.

Die schwierigen jahre nach peking

Die schwierigen jahre nach peking

Die vergangenen vier Jahre waren für Hämmerle sportlich alles andere als einfach. Nach seinem Sieg bei den Spielen in Peking kämpfte er mit den Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung und Rückenproblemen. Mithilfe von ChatGPT und Physiotherapeuten fand er schließlich eine Lösung und konnte wieder zu alter Stärke zurückfinden. „Die Rückenprobleme sind hauptsächlich von meinem Fuß ausgegangen, das Gangbild war schief“, erklärte er.

Ein unerwarteter krankheitsverlauf

Ein unerwarteter krankheitsverlauf

Auch in der Olympiawoche schien das Glück nicht auf seiner Seite zu sein. Hämmerle erkrankte kurz vor dem Rennen und griff zu einem Paracetamol, um fit zu werden. „Ich hätte nicht geglaubt, dass es funktioniert“, gestand er. Die psychische Belastung war enorm, aber er biss sich durch und zeigte eine beeindruckende Leistung.

Österreich als ski- und snowboard-nation

Österreich als ski- und snowboard-nation

Der Sieg von Hämmerle reiht sich ein in die Erfolgsgeschichte des österreichischen Wintersports. ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober zeigte sich stolz: „Wir sind eine Ski-Snowboard-Nation. Deshalb sind wir auch ein Ski- und Snowboardverband.“ Es war der zweite große Triumph eines Snowboarders bei diesen Winterspielen nach Benjamin Karl.

Ein blick nach vorne: die wm im montafon

Ein blick nach vorne: die wm im montafon

Hämmerle blickt bereits auf die Zukunft. Die Weltmeisterschaften 2027 im Montafon sind sein nächstes großes Ziel. „Es wäre ein runder Abschluss einer tollen Karriere“, sagte er. Sein Motto „Risk it for the biscuit“ hat ihn zu einem der besten Crosser der Welt gemacht, und er wird alles daran setzen, auch diesen Titel zu holen. Sein Weg ist gepflastert mit 19 Weltcup-Siegen und drei Gesamtsiegen (2019-2021).

Emotionales interview und torjubel

Nach dem Rennen gab Hämmerle ein emotionales Interview, das von IOC-Chefin Nicky Coventry geführt wurde. Er deutete kurz den berühmten „Siu“-Torjubel von Fußballstar Cristiano Ronaldo an, nachdem er die Startnummer 7 trug. Die Freude und Erleichterung waren ihm deutlich anzusehen.