Thw kiel zieht ins finale ein – burgdorf oder magdeburg folgt heute
Der THW Kiel steht als erster Finalist der männlichen A-Jugend-Bundesliga fest. Nach dem 37:33 im Hinspiel verwalteten die Norddeutschen auch das Rückspiel gegen die Füchse Berlin mit 32:28 – und das, obwohl sich die Partie bis zur 36. Minute auf des Messers Schneide bewegte. Jetzt wartet die Entscheidung über den zweiten Finalisten: heute, 18:30 Uhr, empfängt Burgdorf den SC Magdeburg.
Ein tor rettet den vierteljahresplan
Die Füchse gaben nicht auf. Nach dem Seitenwechsel bogen sie einen 14:16-Rückstand in eine 22:20-Führung – doch dann schlug Kiels Topscorer Konrad Kraft zweimal innerhalb von 90 Sekunden zu, drehte das Blatt und schickte die Gäste auf die Verliererstraße. „Wir haben die letzten zehn Minuten einfach mehr gewollt“, sagte Kiels Coach Lars Unger nach Abpfiff. Der Sieg war hart erkämpft, aber verdient: 58 % Trefferquote gegenüber 51 % der Berliner und nur vier technische Fehler sprechen eine klare Sprache.

Burgdorf gegen magdeburg – kopf-an-kopf-rennen
Die andere Halbfinal-Serie steht 1:1. Burgdorf gewann das Hinspiel mit 28:25, Magdeburg antwortete mit 30:27. Beide Teams trafen in dieser Saison bereits dreimal aufeinander – jeweils entschied der Heimvorteil die Partie. Entscheidend könnte heute die zweite Welle werden: Magdeburg erzielte in der laufenden Play-off-Serie 32 % ihrer Tore nach Schnellangriffen, Burgdorf nur 24 %. Wer das Finale am 9. Juli erreicht, muss anschließend binnen 72 Stunden auch noch das Endspiel bestreiten – eine Belastungsprobe, die Kraft und Kader tiefer werden lässt.

Play-off-tabelle verrät: heimrecht zählt
Seit Einführung des modifizierten K.-o.-Modus 2021 erreichten 82 % der Heimteams die nächste Runde. Kein Wunder, dass Burgdorf-Manager Timo Lange die Tickets für heute Abend innerhalb von 17 Minuten ausverkauft hatte. Der Gewinner trifft im Finale auf Kiel – und damit auf den einzigen Klub, der in dieser Saison sowohl in der Gruppenphase als auch im Play-off away gegen Burgdorf gewann. Die Norddeutschen sind also bereits qualifiziert, aber längst nicht chancenlos: 9 der letzten 10 Titel gingen an die Mannschaft, die zuletzt im Pokal der Pokale triumphierte.
