Thw kiel marschiert: wolff glänzt zum geburtstag mit 16 paraden

Zehn Spiele, zehn Siege, null Punkte abgegeben. THW Kiel meißelt seinen Namen in die Hauptrunde der European League, als würde der Rekordmeister gar nicht erst daran denken, dass es auch anders laufen könnte. Das 27:20 gegen Bidasoa Irun war kein Zittersieg, sondern eine Demonstration. Und mittendrin: Andreas Wolff, der an seinem 35. Geburtstag mit 16 Paraden bewies, dass er noch lange nicht fertig ist mit dem großen Handball.

Wolff macht sich selbst das beste geschenk

Sechzehn abgewehrte Bälle. Das ist keine Statistik, das ist ein Statement. Während seine Teamkollegen die Spanier aus dem Rhythmus spielten, stand der Nationaltorhüter im Kasten wie eine Wand, die weiß, dass sie eine Wand ist. Kiel führte zur Pause 11:8 und ließ danach keinen Zweifel aufkommen. Der Endstand von 27:20 schmeichelt den Gästen aus dem Baskenland eher noch.

Das nord-derby wartet als letzter prüfstein

Das nord-derby wartet als letzter prüfstein

Zum Abschluss der Hauptrundenphase kommt es nächste Woche zum Duell, das die Handball-Bundesliga seit Jahrzehnten elektrisiert: Kiel gegen SG Flensburg-Handewitt. Der Titelverteidiger reist an die Förde, das Hinspiel haben die Kieler bereits für sich entschieden. Die Rechnung ist simpel: Der Gruppensieger zieht direkt ins Viertelfinale ein, Zweite und Dritte müssen durch die Playoffs. Mit zehn Punkten aus zehn Spielen sitzt Kiel am Steuer, fest und entspannt.

Melsungen verliert, kämpft aber weiter um platz eins

Melsungen verliert, kämpft aber weiter um platz eins

Weniger glatt lief es für MT Melsungen. Die Nordhessen verloren bei IFK Kristianstad mit 30:31 nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (16:16) und müssen nun genau beobachten, was die Konkurrenz treibt. Der direkte Einzug ins Viertelfinale ist noch nicht vom Tisch, aber die Luft wird dünner. Am selben Abend standen noch Flensburg bei Montpellier Handball sowie TSV Hannover-Burgdorf gegen die Kadetten Schaffhausen auf dem Programm.

Für Kiel bleibt das Bild glasklar: Makellose Bilanz, Heimrecht im Derby, und ein Torhüter, der sich zum Geburtstag lieber Paraden schenkt als Niederlagen. Das Viertelfinale riecht man in der Wattenmeerluft schon jetzt.