Thunder wütet weiter, schlägerei raubt show: hartenstein im tumult-drama

Elf Siege in Folge, ein Schläger-Duell, das sich bis auf die Ränge fraß, und ein deutscher Center mitten im Strudel – die Oklahoma City Thunder haben ihre Siegesserie ausgebaut, doch das 132:111 in Washington wird als Rohrbomben-Spiel in die NBA-Chronik eingehen.

Isaiah Hartenstein stand 25 Minuten auf dem Parkett, erzielte neun Punkte, packte acht Rebounds – und plötzlich war er Teil einer Massen-Rauferei, die das Spiel sieben Minuten lahmlegte. Ende zweiten Viertels riss Jaylin Williams Justin Champagnie am Arm, Schubser, Ellbogen, mitlaufende Zuschauer, dann flogen Stühle. Vier Spieler flogen raus, darunter Ajay Mitchell und Cason Wallace. Hartenstein blieb cool, schlich wie ein Bodyguard zwischen den Fronten.

Shai gilgeous-alexander schießt 40 punkte – und redet nicht über die prügelei

Der MVP-Kandidat netzte aus allen Lagen, verwandelte selbst die verwirrten Minuten nach dem Tumult in einen persönlichen Dunking-Parcours. „Wir lassen uns nicht ablenken“, sagte er knapp, schob Kopfhörer auf und verschwand. Die Zahlen sprechen: 40 Punkte, 7 Assists, 3 Steals – und eine Serie, die jetzt bei 11:0 steht. Die Thunder haben die Playoffs bereits gebucht, liegen weiter an der Spitze des Westens.

Die Wizards? Sie kassieren die 45. Niederlage, während ihre Fans auf Twitter Clips der Schlägerei kursieren lassen. Die Liga prüft zusätzliche Sperren, Geldstrafen sind sicher. Champagnie droht eine Mehr-Spiele-Sperre, Williams muss mit mindestens zwei Spielen rechnen.

Lebron schreibt geschichte – und luka donnert 33 punkte

Lebron schreibt geschichte – und luka donnert 33 punkte

In Orlando ging es kaum ruhiger zu. Die Lakers siegen 105:104, LeBron James bestreitet sein 1.612. Regular-Season-Spiel – Rekord. „Ich wusste, dass ich heute Geschichte schreibe, deshalb hab ich mir extra neue Schuhe angezogen“, lachte der 41-Jährige, der zwölf Punkte beisteuerte. Luka Doncic war mit 33 Zählern der eigentliche Zerstörer. Bei den Magic kam Tristan da Silva auf zwölf Punkte, Moritz Wagner saß in Trainingskleidung verletzt auf der Bank.

In New Orleans zeigt Dennis Schröder, warum er Nationalmannschaftskapitän ist: 13 Minuten, ein Punkt, aber seine Verteidigung gegen CJ McCollum in den letzten Sekunden sichert den Cavs den 111:106-Sieg. „Ein Punkt reicht, wenn man den Gegner knebelt“, sagt Schröder trocken.

Die Thunder fliegen nächstes Mal nach Denver, die Lakers empfangen Boston – und Hartenstein? Der muss sich auf neue Schlagzeilen einstellen. Die Liga lädt ihn zur Anhörung, weil er bei der Rudelbildung nicht schnell genug deeskaliert habe. Seine Antwort: „Ich schütze meine Teamkollegen, Punkt.“ Die Siegesserie lebt – und die nächste Prügelei wartet bestimmt schon um die Ecke.