Thun vor dem meistertitel: schweizer dominanz wäre noch beeindruckender!

Der FC Thun steht kurz vor dem historischen ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Ein Sieg in den verbleibenden Spielen reicht aus, um den ersehnten Titel zu perfektionieren. Doch was steckt hinter dem Erfolg des Teams von Mauro Lustrinelli? Die Antwort ist überraschend eindeutig: Schweizer Spieler.

Die schweizer elf – ein blick in eine alternative realität

Die schweizer elf – ein blick in eine alternative realität

Selbst wenn man ausschließlich die Tore der Schweizer Spieler berücksichtigt, wäre der FC Thun bereits jetzt unangefochtener Tabellenführer. Eine gedankliche Simulation zeigt: Wären nur Treffer von Schweizer Spielern gewertet worden, hätte Thun gar schon den Titel gefeiert. Zwar wäre ein Sieg weniger auf dem Konto, dafür hätte das Team ganze sechs Unentschieden in Siege verwandeln und so vier zusätzliche Punkte erobern können.

Die Auswirkungen auf die Konkurrenz wären dramatisch. Der FC St.Gallen würde vom zweiten Platz in die untere Tabellenhälfte abrutschen, während die Young Boys dank der Treffsicherheit von Christian Fassnacht und seinen Teamkollegen einen deutlichen Sprung nach oben machen würden. Auch der FC Basel hätte mit den eigenen Kräften zu kämpfen: Die Bebbi würden die Championship Group verpassen und müssten sich mit einem enttäuschenden 41 Punkten begnügen.

Ein besonders spannendes Szenario entfaltet sich im Tabellenkeller. Der FC Winterthur, der mit 41 Punkten frei von Abstiegssorgen wäre und sogar punktgleich mit dem FCB läge, würde von diesem Ergebnis enorm profitieren. Die Leuchtenstädter hätten ihre starke Schweizer-Offensive voll zur Geltung gebracht und sich so einen komfortablen Vorsprung erarbeitet.

Der Servette FC würde hingegen mit nur vier Siegen und 25 Punkten das Schlusslicht belegen. Trotzdem gäbe es noch Hoffnung, da die Waadtländer mit 19 Unentschieden eine bemerkenswerte Konstanz bewiesen hätten. Auch der FC Zürich und der FC Lausanne-Sport hätten mit ihren jeweiligen Punktzahlen die Chance, sich im Abstiegskampf zu behaupten.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der FC Thun hat nach 34 Spielen 74 Punkte gesammelt, 75 Tore erzielt und lediglich 38 Gegentreffer kassiert – die zweitwenigsten der Liga. Diese defensive Stabilität in Kombination mit der starken Leistung der Schweizer Spieler macht den FC Thun zu einem ernsthaften Titelanwärter.

Die Meisterfeier in Thun steht kurz bevor, und die Geschichte des FC Thun wird zweifellos in die Annalen des Schweizer Fußballs eingehen – als die Geschichte eines Teams, das auf die Stärke seiner eigenen Talente setzte und damit den Weg zum Titel ebnete.