Fribourg-gotteron: nach meistertitel folgt ehrgeiziger umbau des kaders!
Der Jubel in Fribourg ist kaum verklungen, da bereits fieberhaft an der kommenden Saison gearbeitet wird. Nach dem historischen ersten Meistertitel der Drachen steht der Abgang von Goldtorschütze Lucas Wallmark bevor – und die Suche nach einem würdigen Nachfolger scheint bereits erfolgreich gewesen zu sein. Ein kanadischer Stürmer könnte bald das Trikot der Fribourger tragen.

Neuer angreifer soll offensive verstärken
Die Feierlichkeiten nach dem Gewinn der Meisterschaft waren schlichtweg atemberaubend. Rund 80.000 Fans feierten in der Saanestadt ihre Helden – ein unvergesslicher Moment für den Verein und seine Anhänger. Doch während die Fans noch von der Euphorie überwältigt waren, wurde im Hintergrund bereits an der Kaderplanung für die Titelverteidigung gearbeitet. Der Abschied von Lucas Wallmark, der aller Voraussicht nach in seine schwedische Heimat zurückkehrt, hinterlässt eine Lücke, die geschlossen werden muss.
Anthony Richard, ein 29-jähriger Angreifer mit Erfahrung aus fast 600 AHL-Partien (381 Scorerpunkte), steht den Fribourg-Gotteron-Verantwortlichen wohl ins Auge gefasst. Laut Informationen aus gut unterrichteten Kreisen soll der von den Nashville Predators 2015 gedraftete Spieler einen Zweijahresvertrag in Fribourg unterschreiben. Besonders hervorzuheben ist Richards Vielseitigkeit: Er kann nicht nur als Center, sondern auch als Flügelstürmer eingesetzt werden, was Trainer Vitalis Häcki taktische Flexibilität verleiht. Seine bisherige NHL-Bilanz von 40 Spielen, darunter ein Einsatz für die Philadelphia Flyers in der vergangenen Saison, unterstreicht seine Qualität.
Die Verpflichtung eines Importspielers wie Richard ist auch eine logische Konsequenz der zusätzlichen Belastungen, die auf die Drachen in der kommenden Saison zukommen. Der Start in die Champions Hockey League (CHL) bedeutet, dass Gotteron mit sieben Importspielern in die Saison gehen wird. „Wir wollen sowohl für die CHL als auch für die National League breit aufgestellt sein“, so ein Vereinsoberer. Die Meistermannschaft von Fribourg zeigt damit, dass der Erfolg nicht zufällig war, sondern das Ergebnis harter Arbeit und einer klaren strategischen Ausrichtung.
Die Frage, ob Richard in der Lage sein wird, die Lücke, die Wallmark hinterlässt, zu schließen, bleibt abzuwarten. Doch die Erfahrung und Vielseitigkeit des Kanadiers lassen optimistisch auf die Zukunft blicken. Fribourg-Gotteron hat mit diesem Transfer ein klares Signal an die Liga gesendet: Der Meistertitel war kein Glückstreffer, sondern der Beginn einer neuen Ära.
