Texas schreibt das märchen weiter, duru sitzt auf dem thron der reserve

Der deutsche Jungstar Declan Duru darf mit den Texas Longhorns weiter vom Titel träumen – auch wenn er selbst nur vom Zaun aus zusieht. Der #11-Seed schmiss #3-Seed Gonzaga raus, und plötzlich ist Texas das lebende Märchen dieser March Madness.

Was niemand erwartet hatte, passierte erneut: Die Longhorns dreften in den letzten fünf Minuten eine 62-66-Lage in einen 74-68-Sieg. Matas Vokietaitis war der Mann des Abends (17 Punkte, 9 Rebounds), während Gonzagas Topscorer Graham Ike mit 25 Punkten plötzlich ratlos wirkte.

Declan duru: vom feld ins niemandsland

Der Münchner U18-Vizeweltmeister kam nicht einmal auf ein paar Sekunden Spielzeit. Für den 17-Jährigen ist das Turnier bisher ein Doppel-Schlag: Er ist Teil des größten Überraschungs-Casts, bleibt aber selbst unsichtbar. Coach Rodney Terry setzt auf Erfahrung – und die hat Duru noch nicht zu bieten.

Trotzdem: Duru jubelte mit, als Vokietaitis den Dreier zum 70-68 drehte. Die Bank der Longhorns explodierte, während Gonzaga-Coach Mark Few die Arme sinken ließ. Das Spiel war gelaufen – und mit ihm der Traum der Bulldogs, endlich wieder ins Final Four zurückzukehren.

Duke zertrümmert tcu – boozer liefert frühes final-four-vorspiel

Duke zertrümmert tcu – boozer liefert frühes final-four-vorspiel

Während Texas für das Märchen sorgt, fegt Duke mit methodischer Brutalität über TCU hinweg. Cameron Boozer, möglicher Top-3-Pick 2025, zeigt, warum Scouts ihn als „Baby-Bam“ mit besserer Hand bezeichnen: 19 Punkte, 11 Rebounds, 7/10 FG. Ja, er leistete sich fünf Ballverluste – aber das war Makulatur in einem Spiel, das nach zehn Minuten gelaufen war.

Die Blue Devils führen von der ersten Minute an, lassen TCU nie aufschließen und treffen nun im Sweet 16 womöglich auf Darryn Peterson und Kansas. Das wäre ein Duell, das NBA-Generaldirektoren schon jetzt im Kalender markieren.

Nebraska schreibt geschichte – mit herzklopfen und glück

Nebraska schreibt geschichte – mit herzklopfen und glück

Die Cornhuskers schafften das Unmögliche: Erstmals ziehen sie ins Sweet 16 ein. Gegen Vanderbilt war es ein Krimi bis zur letzten Sekunde. Braden Frager traf den Sprungwurf zum 74-72, acht Sekunden vor Schluss.

Dann der Moment, der Nebraska fast das Herz brach: Tyler Tanner warf aus der eigenen Hälfte, der Ball klatschte ans Brett, tanzte auf dem Ring – und sprang heraus. „Ich hab mein Leben vor Augen gesehen“, sagte Guard Keisei Tominaga nach dem Spiel. Die Arena verstummte für eine Sekunde, dann brach Jubel aus.

Nebraska hat das nötige Glück, das jede Cinderella braucht. Ob es reicht, um weiterzuschreiben? Die nächste Seite wird gegen den Sieger des Duells Arkansas vs. Illinois geschrieben.

March Madness ist keine Metapher – sie ist ein lebendes Script, das sich jede Nacht neu schreibt. Texas lebt, Duru sitzt, Duke dampft, Nebraska atmt. Und wir dürfen wieder zuschauen, wie Kinder vor dem Fernseher, die noch nicht wissen, dass das Märchen manchmal den Namen des Benchwarmers trägt.