Tennis-doppel: stars locken neue zuschauer an!
Die Welt des Tennisdoppels erlebt gerade eine beispiellose Transformation. Um die Aufmerksamkeit der Fans zu steigern und die Zuschauerzahlen vor den großen Turnieren zu erhöhen, setzen Veranstalter nun verstärkt auf Mixed Doubles. Und das mit einem gewaltigen Effekt: Top-Stars des Einzelbereichs steigen ein, was die etablierten Doppelpartner in den Schatten stellt.

Ein neuer stern am tennis-himmel
Die Zeiten, in denen erfahrene Doppelteams im Rampenlicht standen, scheinen vorbei. Auf dem US Open beispielsweise bildeten Carlos Alcaraz und Emma Raducanu ein überraschendes Duo, während Novak Djokovic, Iga Swiatek, Daniil Medvedev und Mirra Andreeva ebenfalls in Mixed-Matches zu sehen waren. Dieser Wechsel hat die Dynamik des Spiels grundlegend verändert.
Der US Open ging hierbei mit gutem Beispiel voran. Die Preisgelder für das Mixed Doubles wurden um das Fünffache auf 1 Million Dollar (ca. 870.000 Euro) für das Siegerpaar erhöht, was den Gesamttopf auf 4,5 Millionen Dollar (ca. 3,9 Millionen Euro) erhöhte. Ein Anreiz, dem die Top-Spieler nicht widerstehen konnten.
Es ist nicht nur das Geld, das die Spieler anlockt. Die Kombination aus Starbesetzung, einem straffen Turnierformat und erhöhter Medienaufmerksamkeit schafft eine unwiderstehliche Mischung. Vital Proteins nutzte die Gelegenheit, um sich als offizieller Sponsor des Mixed Doubles beim US Open zu positionieren und eine Vielzahl von Marketingaktivitäten zu starten – von Tanzpausen während der Matches bis hin zu exklusiven VIP-Erlebnissen. Das Interesse der Marken ist geweckt, und die Zuschauerzahlen steigen.
Die verkürzten Matchzeiten tragen ebenfalls zum Erfolg bei. Die Zuschauer bleiben dran, die Stadien sind voller, und die Spannung ist spürbar. 78.000 Zuschauer besuchten allein beim US Open die Mixed-Matches an zwei Tagen. Die Medienresonanz war enorm: 17 Sender aus 170 Ländern übertrugen das Turnier, wobei ESPN allein 13 Stunden Sendezeit einplanen ließ.
Die jüngere Generation hat diese Entwicklung besonders positiv aufgenommen. Die digitalen Plattformen des US Open verzeichneten neue Höchststände bei den Besuchen, mit über 2,2 Millionen Besuchen – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Auch auf YouTube wurden Rekordzahlen erreicht: 12,8 Millionen Aufrufe an einem einzigen Tag. Die Zahlen sprechen für sich: Das Mixed Doubles ist ein Publikumsmagnet.
Auch andere Turniere wie Indian Wells haben auf das erfolgreiche Modell reagiert und setzen nun ebenfalls auf Mixed Doubles, um neue Zuschauer zu gewinnen und die Attraktivität des Turniers zu steigern. Die Eisenhower Cup wurde in ein Mixed-Turnier mit hochkarätigen Teilnehmern verwandelt. Selbst die United Cup, ein Turnier für Nationalmannschaften, integriert das Mixed-Format und bietet mit einem Preisgeld von über 11,8 Millionen Dollar (ca. 10,2 Millionen Euro) einen attraktiven Anreiz.
Es bleibt abzuwarten, ob diese Entwicklung nachhaltig ist. Doch eines ist klar: Das Mixed Doubles hat das Potenzial, das Tennis neu zu beleben und eine jüngere, aufregendere Generation von Fans zu begeistern.
