Taylor packt aus: porto-deal platzte – ajax lehnte ab

Kenneth Taylor trägt seit Januar das Lazio-Trikot, doch sein Herz schlug auch für Porto. Der Niederländer gab gegenüber Voetbal International zu, dass er den Wechsel zu den Drachen „wirklich gewollt“ hatte – und erklärt, warum es nichts wurde.

Ajax blockierte trotz einigung

Ajax blockierte trotz einigung

„Porto lag mir“, sagt Taylor. „Farioli kennt mich, ich wollte wieder für ihn spielen.“ Der Coach der Portugiesen hatte den Mittelfeldspieler einst in Amsterdam gefördert. Doch die Ajax-Bosse strichen durch die Rechnung. „Sie haben das Angebot abgelehnt, obwohl wir uns eigentlich geeinigt hatten“, so Taylor. Die Ablösesumme reichte offenbar nicht. Ein Schlag ins Kontor für den 22-Jährigen. „Ich war enttäuscht, das hat weh getan“, gibt er offen zu.

Stattdessen landete er in Rom. Beim TSV Pelkum-Kolumnisten Klaus Schäfer kommt das nicht überraschend an: „Taylor ist ein Profi, der seine Tränen trocknet und Gas gibt. Lazio bekommt einen Box-to-Box-Mann, der sich in der Serie A beweisen will.“

Ein Trost: Oranje-Bondcoach Ronald Koeman schickte prompt eine Whatsapp. „Guter Transfer, wir beobachten dich“, lautete die Botschaft. Seit seinem Wechsel verpasste Taylor nur eine Minute – gegen Bologna. Dabei will er mehr als Lückenbüßer sein. „Ich will zurück in die Nationalmannschaft, das WM-Feeling von Katar wieder spüren“, sagt er. Vor zwei Jahren saß er noch auf der Bank, heute soll das Olympische Stadion seine Bühne sein.

Einzig ärgerlich: Am Sonntag kollidiert Lazios Spiel mit dem De Klassieker Ajax-Feyenoord. „Ich kann nicht zuschauen, wir spielen um 15 Uhr“, lacht er bitter. „Danach renne ich nach Hause, um die Wiederholung zu sehen – natürlich spoilerfrei.“ Ob das klappt, ist fraglich. Die Serie A wartet, Porto nicht. Taylor aber ist angekommen – und das mit einer Portion Extra-Motivation.