Tapsoba zögert, arsenal trifft – leverkusens europa-traum zerplatzt in vier sekunden
Ein Zögern, vier Sekunden, alles vorbei. Edmond Tapsoba sah Eberechi Eze noch vor sich, wankte, zögerte – und war zu spät. Der Aufsetzer von Arsenals Zehner flog unhaltbar in den Winkel, das 0:1 besiegelte Leverkusens Aus. „Wenn ich zwei Sekunden früher rausrücke, block ich den Schuss vielleicht“, sagte der Burkiner, aber das half nichts mehr. Arsenal war im Halbfinale, Bayer 04 nur noch der tröstliche Blick auf die Liga.
Die zweite hälfte wurde ein akt der verzweiflung
Die Werkself kam nicht mehr an, das 0:2 durch Declan Rice war die Vollendung. Tapsoba sprach von „einem dieser Tore, die einmal in hundert Versuchen sitzen“, doch er wusste: Für Leverkusen war es die hundertste Niederlage in genau dem Moment, in dem sie zählen musste. Drei Tage nach dem 1:1 im BayArena reichte kein Wunder, nur ein Eigentor des Fußballgottes – und der kam nicht.
Die Rechnung heißt jetzt: Fünf Punkte Rückstand auf Platz vier, zwei auf Rang fünf, der vielleicht zur Champions League reicht. „Dafür spielen wir die letzten acht Spiele“, sagte Tapsoba, der sich selbst nicht dabei helfen kann. Gelb-Rot gegen Bayern, Sperre in Heidenheim. Statt auf dem Rasen wird er am Samstag in der Kabine sitzen und mitrechnen.

Die zukunft wartet im sommer – oder auch nicht
Vertrag bis 2028, aber kein Wort zum Bleiben. Auf Nachfrage umkurvte Tapsoba jede Antwort: „Ich muss mich erst mal erholen.“ Kein Bekenntnis, kein Abgesang – nur ein Mann, der weiß, dass der Markt sich öffnet, wenn Bayer erneut nur die Europa League bietet. Die Klubs aus England und Spanien haben längst angeklopft. Leverkusen muss nun ohne seinen besten Verteidiger gegen das Schlusslicht gewinnen, sonst wird die Rechnung noch schneller zur Schuld.
Am Ende steht ein Satz, der wie ein Abschied klingt: „Wir haben unser Bestes gegeben.“ Für diese Saison reicht das vielleicht. Für Tapsoba könnte es das letzte Mal gewesen sein.
