Swiss league playoffs: kein sweep – chur schockt la chaux-de-fonds
Die Swiss League hat in der Nacht zum Mittwoch gleich mehrfach für Gesprächsstoff gesorgt. Vier Spiele, vier knappe oder dramatische Ausgänge – und ein Aufsteiger, der den vermeintlichen Favoriten regelrecht vorgeführt hat. EHC Chur deklassierte HC La Chaux-de-Fonds mit 7:2 und bringt die Serie auf 2:2. Das ist nicht Überraschung. Das ist ein Erdbeben.
Chur dreht auf – und la chaux-de-fonds verliert den faden komplett
Jan von Arx hat seinen Aufsteiger auf etwas vorbereitet, das über bloßes Überleben hinausgeht. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel mit dem Zwischenstand von 1:1 schlug Chur im Mittelabschnitt gnadenlos zu. Denys Rubanik erzielte das 3:2 – und danach brach bei den Gästen alles zusammen. Eine Fünf-Minuten-Strafe gegen Thibault Frossard im Schlussdrittel tat ihr Übriges: Chur nutzte das Powerplay kalt und effizient, schraubte das Ergebnis auf 7:2 und stellte die Serie auf Unentschieden. La Chaux-de-Fonds muss sich jetzt ernsthaft fragen, was hier schiefgelaufen ist.

Basel bleibt qualifikationssieger – auch in der halle
Vor 1.955 Zuschauern in der St. Jakob Arena ließ EHC Basel gegen EHC Visp wenig anbrennen. Nach einem torlosen Auftaktdrittel traf Brett Supinski in der 21. Minute zur Führung. Eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Visps Adam Brodecki wegen Crosscheckens kippte das Spiel endgültig. Dario Kummer nutzte die Überzahl zum 2:0, Alain Bircher erhöhte auf 3:0 – Jorden Gähler gelang nur noch der Ehrentreffer. Serienstand: 2:2. Auch hier kein Sweep. Die Walliser leben noch.
Gck lions retten sich – sierre steht kurz vor dem aufstieg
In Küsnacht lieferten die GCK Lions ein Spektakel der anderen Art. Jarno Kärki traf doppelt im ersten Drittel, HC Sierre kämpfte sich durch Leonardo Fuhrer und Samuel Asselin zurück ins Spiel. Doch die Junglöwen ließen sich nicht brechen. Luca Cunti stellte auf 5:1, Sierre verkürzte noch auf 5:3 durch Maxime Montandon – und dann setzte Villiam Haag mit dem Empty-Netter den Schlusspunkt zum 6:3. Das vorzeitige Aus wurde abgewendet. Trotzdem: Sierre führt die Serie mit 3:1 an. Ein Wimpernschlag trennt die Walliser vom Weiterkommen.
Olten verteidigt führung – thurgau kämpft, verliert knapp
Das Kleinholz bot mit 2.830 Zuschauern die stimmungsvollste Kulisse des Abends. Devin Stehli brachte Olten früh in Führung, Victor Backman glich für Thurgau aus – aber nur für zwei Minuten. Dominic Weder traf im Powerplay zum 2:1 und Olten brachte den Vorsprung mit einer disziplinierten Defensivleistung über die Zeit. Olten führt die Serie mit 3:1 – ein Bein steht bereits in der nächsten Runde.
Was dieser Playoff-Abend zeigt: Die Swiss League lässt sich nicht in Schubladen stecken. Kein einziger Sweep. Kein einziges einfaches Weiterkommen. Und ein Aufsteiger aus Chur, der gerade dabei ist, das Drehbuch dieser Playoffs eigenhändig umzuschreiben.
