Lowry wirft turniersieg weg – und weint fast für tochter ivy
Es gibt Momente im Sport, die sich tief ins Gedächtnis brennen. Der Sonntagabend in Palm Beach Gardens war so einer – aber nicht auf die Art, die sich Shane Lowry vorgestellt hatte. Der Ire ging mit drei Schlägen Vorsprung in die berüchtigte Bear Trap des PGA National's Champion Course und kam ohne Titel heraus. Was dazwischen passierte, war kein normales Nervenversagen. Das war ein freier Fall.

Drei löcher, zwei wasserbälle, ein desaster
Auf Bahn 15 hielt Lowry noch die Fassung. Par gespielt, Vorsprung verteidigt, alles schien unter Kontrolle. Dann kam Bahn 16 – und mit ihr der erste Absturz. Der Weltranglisten-27. wählte bewusst ein Eisen, um das Wasser zu meiden. Der Ball landete trotzdem darin. Double-Bogey. Nur noch ein Schlag Vorsprung.
Währenddessen lochte Nicolás Echavarría auf Bahn 17 einen langen Putt zum Birdie, ballte die Faust – und der Druck auf Lowry wurde unerträglich. Was folgte, war schon keine Krise mehr, sondern ein Zusammenbruch. Der nächste Abschlag, wieder der Fade nach rechts, wieder das Geräusch, das kein Golfer hören will: Platsch. Zweites Double-Bogey in Folge. Die Führung war futsch. Kommentator Stephan Gandl fasste es so zusammen: „Das ist einfach grausam. Sowas habe ich noch nie erlebt. Am liebsten würde ich jetzt meine Kopfhörer absetzen und nach Hause fahren.
