Svww stolpert in saarbrücken – aufstiegsträumchen platzt beim 0:2
0:2 in Saarbrücken, Platz acht, ein Platzverweis – der Traum vom Aufstieg wird für den SV Wehen Wiesbaden zur Geduldsprobe. Die Hessen liefen vom Anpfiff weg nur hinterher, sahen beim ersten Gegentreffer nur zu und kassierten nach der Roten Karte gegen Niklas May die zweite Packung.
Saarbrücken legt los wie die feuerwehr
Die Hausherren spielten, als gäbe es kein Morgen. Maurice Multhaupt köpfte die Ecke rein, 31. Minute, 1:0. Wehen stand tief, zu tief. Die erste Halbzeit war ein Monolog der Saarbrücker, nur ab und an blitzte ein Konter der Gäste auf – aber ohne Ziel.
Dann die 38. Minute. May grätscht, offene Sohle, Referee Gansloweit zückt Rot. Mit zehn Mann wurde aus der ohnehin schon zahmen Hessen-Offensive eine Statistenrolle. Die Zweikampfquote brach ein, die Pässe wurden länger und ungenauer.

Unterzahl als k.o.-faktor
Trainer Nils Döring wechselte früh Johansson für Schleimer, später Suarez und Becker – aber die Wucht fehlte. Saarbrücken drehte weiter auf, Bretschneider donnerte in der 81. Minute den Ball aus 18 Metern unhaltbar unter die Latte. 2:0, Spielentscheidung, Tabelle gedreht.
Die Zahlen sind hart: nur ein Sieg in den letzten fünf Partien, nur 1,3 Tore pro Spiel – das reicht nicht für die Relegationsplätze. Die Lücke zu Drittligaspitze Darmstadt beträgt bereits neun Punkte, die Rückkehr in den Profifußball rückt in weite Ferne.
SVWW-Kapitän Sebastian Mrowca sprach nach Abpfiff von „kleinen Details, die uns das Genick brechen“. Aber es sind keine Kleinigkeiten mehr. Es sind Rote Karten, mangelnde Chancenverwertung, ein Kollektiv, das in kritischen Phasen den Faden verliert.
Saarbrücken feiert den vierten Heimsieg in Folge und klettert auf Rang fünf. Für Wehen bleibt die Erkenntnis: Ohne Sieg im nächsten Heimspiel gegen Verl droht der Anschluss zu reißen – und mit ihm die letzten Reste der Aufstiegshoffnung.
