Super-bowl-mvp walker vor spektakulärem wechsel – seahawks lassen den star ziehen
Kenneth Walker III war vor drei Wochen noch der Held von Seattle, jetzt darf er sich umgucken. Die Seahawks verzichten auf den Franchise Tag für ihren Super-Bowl-LV-MVP – und sprengen damit den Running-Back-Markt. 12 Teams telefonieren bereits, die Gehaltsforderung liegt laut Insidern bei 16 Millionen Dollar pro Jahr. Die Deadline ist der 11. März, 16 Uhr Ostküstenzeit.
Seattle spielt poker – und verliert vielleicht seinen könig
Die Rechnung der Seahawks ist kalt: 14,3 Millionen Dollar für ein Jahr Franchise Tag sparen, dafür Rashid Shaheed, Boye Mafe und Tariq Woolen halten. Walker dagegen darf testen, was der Markt zahlt – und kommt vermutlich nicht zurück. In der Liga spricht man von einem „Tag-3-Desaster“, sollte der 25-Jährige tatsächlich unterschreibt, woanders. Denn Geschichte spricht gegen Seattle: Nur drei Super-Bowl-MVPs spielten je im Folgejahr schon für einen neuen Klub – Larry Brown, Desmond Howard, Dexter Jackson. Keiner der drei war ein Running Back.
Die Zahlen, die Walker auf den Tisch legt, sind brutaler Stoff: 3.555 Rushing Yards, 29 Touchdowns, 1.005 Receiving Yards in vier Jahren. In den Playoffs 2025 trug er 27 Mal den Ball, schaffte 135 Yards gegen New England und machte die Patriots kaputt. Jetzt kann er sich aussuchen, wer ihm die Trucks voller Dollar vor die Tür stellt.

Chiefs, broncos, giants – der wettlauf der koffer voller geld
Kansas City hat bereits den Koffer geöffnet. Nach dem Trade von Trent McDuffie und der Neuvertrags-Restrukturierung von Patrick Mahomes schwimmen die Chiefs in Cap Space. Kareem Hunt ist Free Agent, Isiah Pacheco allein reicht Andy Reid nicht. Walker würde das Play-Action-Spiel entfesseln und Mahomes endlich eine Lauf-Option geben, die Verteidigungen zwängt, zu stacken – dann kommt der Deep Ball. In Denver wiederum wartet schon ein Vorsorgevertrag auf dem Schreibtisch: 25 Millionen Cap Space, J. K. Dobbins weg, R. J. Harvey als Change-of-Pace. Walker wäre sofort Workhorse in Sean Paytons Offense.
Die Giants haben Cam Skattebo verletzt, John Harbaugh will Run-First spielen und schickt Walker ein Angebot über vier Jahre mit 64 Millionen Dollar – 40 garantiert. Die Vikings müssen Aaron Jones ersetzen, die Panthers suchen ein Tandem zu Chuba Hubbard, die Commanders haben 87 Millionen Cap Space und brauchen einen Star neben Jayden Daniels. Die Cardinals wollen James Conners Comeback absichern und gleichzeitig den Saisonstart mit Walker überstehen. Die Liste ist lang, das Geld ist da.
Seattle selbst hält die Hintertür offen. GM John Schneider ließ durchsickern, man werde jedes Angebot matchen – aber nur bis zu 13 Millionen. Darüber hinaus winkt die Front-Office ab. Walker weiß das. Seine Berater haben bereits Excel-Sheets mit State-Tax-Tabellen, Carry-Projektionen und Marketingspotential ausgehend. Die Entscheidung fällt zwischen Herz und Millionen – und das Herz hat in der NFL einen kurzen Halbwertsatz.
Wenn am 11. März um 16 Uhr die Free Agency beginnt, wird Walker nicht lange warten. Er wird sich in die ersten 60 Minuten entscheiden, so vereinbarte er mit seinen Agenten. Dann schlägt die Stunde der Geber. Seattle wird zuschauen, wie der eigenen Super-Bowl-Legende ein neues Trikot überstreift – und die Liga wird merken, dass ein MVP keine Garantie für Treue ist, sondern nur für das nächste große Konto.
