Super league-exporte: wer überzeugt im europäischen fußball?
- Hoffenheim setzt auf schweizer qualität – mit erfolg
- Kade in augsburg und athekame in mailand: hoffnungsträger mit unterschiedlichen schwerpunkten
- Italienische serie a: britschgi sticht hervor, bernede und niasse kämpfen
- Geubbels in paris, carlos in nizza: schwieriger start
- Weitere schweizer im ausland: zwischen hoffnung und ernüchterung
Die Schweizer Super League magsich als Sprungbrett etabliert haben, doch der Sommer 2025 hat erneut gezeigt, dass die besten Talente den Blick über die Landesgrenzen richten. Zahlreiche Leistungsträger verließen die Schweiz, um in den Top-Ligen Europas ihr Glück zu suchen. Doch wer hat sich tatsächlich bewährt und wer kämpft noch mit der neuen Intensität? Ein Blick auf die Bilanz der prominentesten Abgänge.
Hoffenheim setzt auf schweizer qualität – mit erfolg
Die TSG Hoffenheim hat im Sommer offenbar eine klare Strategie verfolgt: Schweizer Spieler holen. Und das scheint sich auszuzahlen. Albian Hajdari, der vom FC Lugano kam, hat sich in der Abwehrkette der TSG blitzschnell akklimatisiert und ist fast unverzichtbar geworden. Sein Marktwert ist dementsprechend in die Höhe geschnellt, und sein Wechsel hat sich für ihn zweifellos gelohnt. Auch Hoffenheim zeigt sich zufrieden und hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2031 verlängert – ein klares Zeichen des Vertrauens.
Auch Leon Avdullahu, der nach dem Double mit dem FC Basel ebenfalls den Weg nach Hoffenheim angetreten hat, hat sich sogleich als Stammspieler etabliert. 30 Bundesliga-Partien in seiner ersten Saison sprechen eine deutliche Sprache. Allerdings scheiterten beide Spieler knapp an der WM-Qualifikation, wobei ihre Leistungen keine Rolle spielten – sie entschieden sich für den Kosovo, der die WM-Teilnahme verpasste.

Kade in augsburg und athekame in mailand: hoffnungsträger mit unterschiedlichen schwerpunkten
Anton Kade kehrte nach seiner Zeit in Basel nach Deutschland zurück und zeigt beim FC Augsburg, was er kann. Mit 25 Einsätzen und fünf Scorerpunkten (vier Tore, ein Assist) kann er sicherlich zufrieden sein. Sein Tempo und seine Dribbelstärke bereichern das Augsburger Spiel deutlich.
Jüngere Spieler wie Zachary Athekame vom AC Mailand stehen noch am Anfang ihrer Karriere. Der 21-Jährige, als eine der größten Schweizer Zukunftshoffnungen gehandelt, hat es in Mailand geschafft, regelmäßig Einsatzzeit zu bekommen. 23 Serie-A-Spiele, ein Tor und zwei Assists – eine respektable Leistung, auch wenn er meist von der Bank kommt. Es bleibt abzuwarten, ob er bei Milan den großen Durchbruch schafft.

Italienische serie a: britschgi sticht hervor, bernede und niasse kämpfen
Sascha Britschgi hat in der Serie A bereits für Aufsehen gesorgt. Sein früher Wechsel vom FC Luzern nach Italien verlief erstaunlich reibungslos. Doch in den letzten Spielen wurde er seltener eingesetzt. Dennoch: 27 Einsätze in der höchsten italienischen Spielklasse und zwei Assists sind eine beachtliche Leistung für einen 19-Jährigen.
Antoine Bernede ist bei Hellas Verona ein fester Bestandteil im Mittelfeld, während sein Nebenmann Cheikh Niasse zuletzt etwas ins Hintertreffen geraten ist. Der 26-Jährige, der von den Young Boys kam, scheint seine Form verloren zu haben.

Geubbels in paris, carlos in nizza: schwieriger start
Willem Geubbels, der vom FC St.Gallen zurück in die Heimat zum Paris FC wechselte, zeigt vereinzelt seine Klasse, doch die Konstanz fehlt ihm noch. Kevin Carlos hingegen, der ehemalige Torschützenkönig der Super League, wartet bei OGC Nizza noch auf seinen ersten Saisontreffer – eine Enttäuschung für den ehemaligen Basler.

Weitere schweizer im ausland: zwischen hoffnung und ernüchterung
Auch Ayumu Seko und Felix Mambimbi bei Le Havre AC, Cedric Itten bei Fortuna Düsseldorf, Nikola Katic bei Schalke 04, Filip Ugrinic beim FC Valencia, Aleksandar Stankovic beim FC Brügge, Dereck Kutesa bei AEK Athen und Thibault Klidjé beim Randers FC haben sich in ihren jeweiligen Ligen unterschiedliche Profile erarbeitet. Während Itten in Düsseldorf mit 13 Toren in der 2. Bundesliga überzeugt und auf ein Schweizer WM-Aufgebot hoffen darf, kämpft Klidjé in Dänemark weiterhin mit seiner Eingewöhnung.
Die Bilanz zeigt: Der Sprung in eine Top-Liga ist kein Selbstläufer. Während einige Schweizer Spieler ihre Erwartungen übertreffen, kämpfen andere noch um ihren Platz in der Startelf. Die Super League mag ein Sprungbrett sein, doch die Konkurrenz in Europa ist hart.
Die kommenden Monate werden zeigen, welche dieser talentierten Spieler den endgültigen Durchbruch schaffen und zu festen Größen in ihren neuen Vereinen werden.