Suhl vor historischem double: kann dresden stoppen?

Suhl – Der Traum vom historischen Double lebt! Nach dem überraschenden DVV-Pokalsieg Ende Februar steht der VfB Suhl nun im Finale der Volleyball-Bundesliga und hat die Chance, die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte einzufahren. Ein Coup, der kaum jemand für möglich gehalten hätte, liegt plötzlich in greifbarer Nähe.

Die spielerinnen sind bereit: „wir können das i-tüpfelchen draufsetzen“

Die spielerinnen sind bereit: „wir können das i-tüpfelchen draufsetzen“

Die Stimmung im Team von Trainer Laszlo Hollosy ist euphorisch. Mittelblockerin Laura Berger drückte die Erwartungen knapp aus: „Wir können nun das i-Tüpfelchen einfach noch draufsetzen, weil niemand von uns, von den Fans oder wer auch immer, hätte damit gerechnet, dass wir so weit kommen.“ Die Bilanz des Teams spricht für sich: Ein Pokalsieg, die Qualifikation für die Playoffs und der sogar der Halbfinal-Aus des Titelverteidigers SSC Palmberg Schwerin.

Schon am Mittwoch (19.00 Uhr/Dyn) startet die Best-of-five-Serie gegen den Dresdner SC. Und Suhl weiß, wie man den Sachsen-Anhalter beweist zu Werke gehen kann. Im Halbfinale des Pokals setzte sich das Team um Kapitänin Roosa Laakkonen bereits gegen Dresden durch – ein Beweis für die mentale Stärke und taktische Flexibilität des Teams.

Allerdings war die Liga-Bilanz (zwei 2:3-Niederlagen) ernüchternd. Doch der Respekt vor den Suhlerinnen ist in Dresden spürbar. Trainer Alexander Waibl betonte: „Das wird heiß, das wird spannend. Wir haben schon dreimal gegen sie gespielt in dieser Saison, es waren immer fünf Sätze.“ Die Entwicklung der Mannschaft in den letzten Jahren sei „extrem“ gewesen, so Waibl. Er weiß, dass Suhl eine harte Nuss ist.

Die Verantwortlichen in Suhl sind stolz auf die bisherige Saison. Libera Emma Sambale freut sich bereits auf eine „Saisonabschlussfeier, die sicherlich ein bisschen größer als sonst“ werden wird, wie Geschäftsführer Alexander Mantlik versprach. Die Faszination des Volleyballs erlebt Suhl gerade in voller Pracht.