Südwest-helden jagen fußball-gold: diese legenden ebneten den weg!

Die WM in den USA, Kanada und Mexiko steht vor der Tür – und sechs Spieler aus dem Südwesten wollen Geschichte schreiben. Doch bevor sie den Traum vom Titel Realität werden lassen, blicken wir zurück auf die glorreichen Zeiten, als bereits andere Helden aus der Region den Goldpokal in die Höhe reckten. Ein Blick auf die Vorbilder, die den aktuellen WM-Kandidaten als leuchtende Beispiele dienen.

Die wunder von bern: ein südwestdeutsches fundament

Den Anfang machte natürlich das „Wunder von Bern“ 1954. Fritz Walter, Ottmar Walter, Werner Liebrich, Horst Eckel und Werner Kohlmeyer vom 1. FC Kaiserslautern waren maßgeblich am Sensationssieg gegen Ungarn beteiligt. Und wer das Team dirigierte? Sepp Herberger, ein echter Kurpfälzer, der mit seiner taktischen Brillanz die Fußballwelt überraschte. Dieser Triumph ist bis heute ein unvergessliches Kapitel der deutschen Fußballgeschichte.

Doch der Weg zum Erfolg war alles andere als selbstverständlich. Während die Brüder Walter und Co. mit ihrem unbändigen Willen und ihrer taktischen Disziplin die Welt in den Bann zogen, kämpften auch andere Südwest-Kicker um ihren Platz in der Sonne. Günter Sawitzki vom VfB Stuttgart, der zwar als Ersatzkeeper zur Verfügung stand, blieb ohne Einsatz, während Rudolf Hoffmann ebenfalls nicht zum Zug kam. Trotzdem war die Euphorie in der Region riesig.

Die 90er: buchwalds glanzzeit und die vize-weltmeister

Die 90er: buchwalds glanzzeit und die vize-weltmeister

Fast vier Jahrzehnte später, 1990, erlebte Guido Buchwald seinen großen Moment. Der Verteidiger des VfB Stuttgart, später bekannt als „Diego“ aufgrund seiner herausragenden Leistungen gegen Diego Maradona, war eine feste Größe in Franz Beckenbauers Mannschaft und trug maßgeblich zum WM-Sieg in Italien bei. Seine Vorstellung im Finale gegen Argentinien war schlichtweg herausragend.

Aber auch die Jahre davor waren von südwestdeutschem Einfluss geprägt. Bei der WM 1982 in Spanien waren Hansi Müller, Bernd und Karlheinz Förster vom VfB Stuttgart sowie Hans-Peter Briegel vom 1. FC Kaiserslautern im deutschen Team vertreten. Obwohl das Team knapp dem italienischen Nationalteam unterlegen war, blieben die Erinnerungen an die spannenden Spiele und die Leidenschaft der Spieler unvergessen.

Vier Jahre später, 1986 in Mexiko, wurde Deutschland erneut Vize-Weltmeister. Auch hier waren Spieler aus dem Südwesten wie Karlheinz Förster und Andi Brehme vom FCK dabei. Und auch Karl Allgöwer vom VfB Stuttgart gehörte dem Kader an, blieb jedoch ohne Einsatz.

Die aktuellen herausforderer: können sie die fußstapfen der legenden füllen?

Die aktuellen herausforderer: können sie die fußstapfen der legenden füllen?

Nun stehen Alex Nübel, Angelo Stiller, Jamie Leweling und Deniz Undav vom VfB Stuttgart, Nadiem Amiri von Mainz 05 und der Hoffenheimer Torhüter Oliver Baumann vor ihrer eigenen WM-Herausforderung. Sie alle hoffen, die Erfolge ihrer Vorgänger zu wiederholen und die Trophäe nach Deutschland zu bringen. Die Erwartungen sind hoch, aber die Motivation ist noch größer.

Die WM 2026 ist eine Chance für die jungen Talente aus dem Südwesten, ihre Klasse zu zeigen und in die Fußstapfen der Legenden zu treten. Ob sie es schaffen, die Geschichte erneut zu schreiben, wird sich zeigen. Aber eines ist sicher: Sie werden alles dafür geben, das Land stolz zu machen.