Stützle knackt calgary und zieht ottawa wieder in playoff-schussweite

Tim Stützle brauchte 58 Minuten, um Calgary den Garaus zu machen. Mit seinem Haken-Schlenzer zum 3:1 zwölf Sekunden vor dem drittletzten Bully schickte er die Flames in die Kabine und die Senators auf die Spur zu einem 4:1, der die Playoff-Luft dünner werden lässt.

Die Zahl, die da in der kanadischen Hauptstadt durch die Kabine geistert, lautet vier. Vier Punkte fehlen Ottawa noch auf die letzte Wildcard im Osten. Nach Olympia wirkt der 22-Jährige wie aufgeladen: drei Vorlagen in den ersten drei Spielen, jetzt also der Killer-Pass gegen sich selbst – sein 22. Saisontor.

Pospisils jubel dauerte zwölf minuten

Calgary hatte den Matchplan aufgehen sehen. Martin Pospisil nutzte einen Abpraller nach einem Grubauer-ähnlichen Abklatscher, um die Gäste in Führung zu bringen. Doch Lars Eller flog aus der Box, schaltete im Slot einen Gang schneller und nagelte den Puck zum 1:1 an die Lattenunterkante. Der Däne traf erstmals seit 14 Partien wieder – ein Schock für die Flames-Defensive, die danach nur noch reagierte.

Zwischen der 30. und 46. Minute drehten die Senators auf. Dylan Cozens verwertete ein Zwei-gegen-eins, das wie aus dem Lehrbuch lief: Stützle saugt drei Gegenspieler an die blaue Linie, Cozens sticht allein auf dem Breakaway zu. Die 17.000 im Canadian Tire Centre witterten den Vorteil, doch die Ruhe hatte Methode – Calgary blieb dran, bis Stützle den Deckel draufsetzte.

Shane pinto baut aus, utah siegt ohne deutsches tor

60 Sekunden vor Ultimo schmiss Shane Pinto noch den Puck ins leere Gehäuse – 4:1, die Statistik färbt sich endgültig grün. Die Senators holten damit acht Punkte aus den letzten fünf Spielen, der Trend stimmt. Headcoach Travis Green atmet auf: „Wir haben gelernt, Spiele zu managen, statt sie zu verschenken.“

Zwischenzeitlich jubelte auch John-Jason Peterka mit Utah – 3:0 gegen Philadelphia. Der Münchner blieb in 13:47 Minuten ohne Scorer-Punkt, doch seine Plus-Minus-Bilanz klettert auf plus 8 in den letzten zehn Spielen. Die Mammoth festigen Platz fünf im Westen, während die Flyers weiter im Sinkflug sind.

Ottawas nächste Prüfung folgt schon morgen in Boston. Gewinnen sie dort, rücken die Senators auf zwei Zähler an die Bruins heran. Die Playoff-Tür steht einen Spaltbreit offen – und Tim Stützle hat den Schlüssel in der Tasche.