Sturm bleibt blank – wild tappt nach olympia-pause im nebel

Die Minnesota Wild wachen noch nicht auf. Nach dem 1:3 gegen die New York Rangers kassierte Nico Sturm zum zweiten Mal in Serie eine Niederlage – und bleibt in seinen ersten drei Spielen nach der Olympia-Zwangspause ohne Skorerpunkt.

Sturm spielt nur neun minuten – und das merkt man ihm an

Dean Evason rotiert, aber nicht zu Gunsten des deutschen Centers. 9:06 Minuten Eiszeit für den 27-Jährigen, die wenigsten unter allen Stürmern. Kein Pass fand seinen Adressaten, kein Schiffchen landete im Netz. Dabei hatte Sturm vor der Pause noch mit 13 Toren und 25 Punkten seine beste Saison hingelegt. Jetzt wirkt er wie ein Fremdkörper im eigenen System.

Die Wild selbst wirken wie betäubt. Zu viele Lücken in der neutralen Zone, zu wenig Second-Chance-Bemühungen vor Igor Shesterkin. Die Rangers dagegen spielten wie entfesselt: Kreider nutzte die erste Machtspielchance, Trocheck schraubte das Tempo in der Mitte des dritten Drittels auf 3:1. Minnesota antwortet nur mit einem verwandelten Breakaway durch Kaprizov – zu spät, zu zahm.

Die tabelle lügt nicht – aber sie schweigt über form

Die tabelle lügt nicht – aber sie schweigt über form

Mit 35 Siegen und 16 Niederlagen stehen die Wild trotzdem auf Playoff-Kurs. Die Zahlen beruhigen, täuschen aber. Denn seit 3. Februar hat die Mannschaft nur zwei von sieben Spielen gewonnen. Das Powerplay krankt bei 14,8 %, die Scheibenausscheidungen in der Defensive steigen. Und Sturm? Er schießt nur noch 6,1 % seiner Versuche – vor der Pause waren es 13,4 %.

Das nächste Feuerwerk kommt schnell: Heute Nacht in Carolina, dann Back-to-Back in Florida. Wer da nicht erwacht, verschläft nicht nur Punkte, sondern vielleicht auch den Cut. Für Sturm heißt es: Mehr Eiszeit erkämpfen, sonst wird der Frühling in Minnesota wieder kürzer als erhofft.