Struff und hanfmann in miami von teenagern rausgeworfen
Miami hat für das deutsche Tennis am Donnerstag bitter begonnen. Jan-Lennard Struff und Yannick Hanfmann sind beim ATP-Masters in Florida bereits in der ersten Runde gescheitert – beide gegen Gegner, die noch nicht mal volljährig oder kaum älter sind. Das tut weh.
Blanch und jodar machen kurzen prozess
Hanfmann verlor sein Auftaktmatch gegen den spanischen Youngster Rafael Jodar mit 4:6, 6:4, 1:6. Kein Zusammenbruch aus dem Nichts – der 34-Jährige aus Karlsruhe kämpfte sich in Satz zwei noch einmal ran, glich aus, schöpfte Hoffnung. Dann kam der dritte Satz, und mit ihm das Ende. Jodar ließ nichts mehr zu.
Was den Rückschlag noch schwerer wiegen lässt: Erst gut zwei Wochen ist es her, dass Hanfmann das Finale in Santiago de Chile erreichte. Dort verlor er gegen den Italiener Luciano Darderi – aber ein Finale ist ein Finale. Miami sollte Schwung geben. Stattdessen: erste Runde, Aus, Heimreise.
Struff erging es nicht besser. Der 35-Jährige aus Warstein lieferte sich mit dem 18-jährigen US-Amerikaner Darwin Blanch ein Duell über drei Sätze – 3:6, 6:3, 3:6 – und verlor nach 1:25 Stunden. Zwischendurch sah es nach einer Wende aus, Satz zwei gehörte ihm. Aber Blanch ließ sich davon nicht beirren. Beim ersten Matchball machte er Schluss.

Zwei routiniers, zwei niederlagen gegen die nächste generation
Was bleibt, ist ein unangenehmes Bild: Zwei erfahrene deutsche Profis, beide über die Qualifikation ins Hauptfeld eingezogen, beide von Teenagern oder Anfang-Zwanzigjährigen aus dem Turnier befördert. Das ist kein Zufall, das ist ein Muster.
Für Alexander Zverev beginnt das Turnier unter anderen Vorzeichen. Deutschlands Nummer eins hat in der ersten Runde ein Freilos und trifft danach auf den Sieger des Matches zwischen Martin Damm aus den USA und dem Briten Jacob Fearnley. Zverev ist in einer anderen Welt unterwegs – das haben Donnerstag in Miami einmal mehr deutlich gemacht.
