Strompreis-achterbahn: nach tiefstand folgt deutlicher anstieg
Sonntags-tief gefolgt von montags-schock
Ein positiver Trend am vergangenen Sonntag, den 15. Februar, wo der Strompreis mit 1,55 Euro pro Megawattstunde (MWh) einen erfreulichen Tiefstand erreichte, fand ein abruptes Ende. Der Start in die neue Woche bringt eine deutliche Preissteigerung mit sich. Am Montag, den 16. Februar, steigen die Kosten um satte 183,87% auf 4,40 €/MWh. Damit beendet sich eine Serie von drei aufeinanderfolgenden Tagen mit sinkenden Preisen, was für Verbraucher eine unerfreuliche Nachricht darstellt.

Das preisbild im detail: wann lohnt sich das sparen?
Trotz des allgemeinen Anstiegs gibt es weiterhin günstige Zeitfenster, die genutzt werden sollten. Eine genaue Analyse der stündlichen Preise zeigt deutliche Unterschiede. Wer flexibel ist, kann durch intelligentes Verschieben des Stromverbrauchs Kosten sparen. Es ist wichtig, die Spitzenzeiten zu vermeiden und die günstigen Stunden optimal auszunutzen.

Die teuersten stunden am montag
Der absolute Preis-Höhepunkt des Tages liegt zwischen 19:00 und 20:00 Uhr mit einem Preis von 25,35 €/MWh. In diesem Zeitraum sollte der Stromverbrauch unbedingt reduziert werden. Auch die Stunde von 20:00 bis 21:00 Uhr ist mit 24,85 Euro/MWh sehr teuer und sollte gemieden werden. Dies sind die einzigen beiden Zeiträume, in denen der Preis über 20 Euro pro MWh liegt.

Die günstigsten stunden am montag
Die günstigste Zeit zum Stromverbrauch ist zwischen 04:00 und 05:00 Uhr in der Nacht, wo der MWh mit -0,03 €/MWh gehandelt wird. Tatsächlich sind die Preise zwischen 02:00 und 06:00 Uhr sogar negativ. Dies bietet die Möglichkeit, Strom kostengünstig zu beziehen, sofern die Netzinfrastruktur dies zulässt.
Stündliche strompreise im überblick (16. februar)
| Zeit | Preis (€/MWh) |
|---|---|
| 00:00 - 01:00 | 0,01 |
| 01:00 - 02:00 | 0,00 |
| 02:00 - 03:00 | -0,01 |
| 03:00 - 04:00 | -0,02 |
| 04:00 - 05:00 | -0,03 |
| 05:00 - 06:00 | -0,01 |
| 06:00 - 07:00 | 0,40 |
| 07:00 - 08:00 | 6,60 |
| 08:00 - 09:00 | 9,96 |
| 09:00 - 10:00 | 2,15 |
| 10:00 - 11:00 | 0,10 |
| 11:00 - 12:00 | 0,00 |
| 12:00 - 13:00 | 0,00 |
| 13:00 - 14:00 | -0,01 |
| 14:00 - 15:00 | 0,00 |
| 15:00 - 16:00 | 0,00 |
| 16:00 - 17:00 | 0,00 |
| 17:00 - 18:00 | 1,48 |
| 18:00 - 19:00 | 8,73 |
| 19:00 - 20:00 | 25,35 |
| 20:00 - 21:00 | 24,85 |
| 21:00 - 22:00 | 13,84 |
| 22:00 - 23:00 | 10,16 |
| 23:00 - 00:00 | 2,18 |
Negative strompreise: bedeutet das kostenlosen strom?
Nein, ein negativer Strompreis bedeutet nicht, dass der Strom kostenlos ist. Obwohl dies verwirrend sein kann, müssen zu dem Großhandelspreis noch Steuern, Abgaben, Netzentgelte und Kapazitätszahlungen hinzugerechnet werden. Selbst bei einem negativen Großhandelspreis wird ein Restbetrag fällig, der in der Regel als 0 € berechnet wird.
