Straßburg setzt auf alte bekannte: barco soll conference league retten!
Die Luft in Straßburg wird dünner. Nach der 0:1-Niederlage in Vallecas droht das frühe Aus in der Conference League. Doch die Elsässer haben einen Trumpf im Ärmel: Valentín Barco, der argentinische Flügelflitzer, kehrt nach abgesessener Sperre zurück auf den Platz und soll für die Wende sorgen.
Ein shootingstar mit wechselvoller vergangenheit
Barcos Weg ins europäische Fußballgeschäft war alles andere als geradlinig. Der 20-Jährige, einst als das größte Talent Argentiniens gefeiert, schaffte es weder bei Brighton & Hove Albion noch bei Sevilla, wirklich Fuß zu fassen. Sein kurzes Intermezzo in Andalusien endete abrupt, wie sein damaliger Trainer Francisco Javier García Pimienta deutlich machte: „Wenn er weniger Einsatzzeiten bekommt, liegt das daran, dass ich zwei andere Spieler für das Team als zielführender ansehe. Ich habe nichts weiter zu sagen. Wenn sich im Januar 2025 der Transfermarkt öffnet, werden Dinge geschehen.“
Trotzdem hat Barco in Straßburg bewiesen, was in ihm steckt. Mit zwei Toren und neun Vorlagen in 40 Spielen hat er sich als regelmäßiger Leistungsträger etabliert und überzeugt durch seine unglaubliche Technik und sein unermüdliches Engagement. Er rangiert regelmäßig unter den Top 10 der Ligue 1 in Bezug auf Dribblings (56), gewonnene Zweikämpfe (140 von 213) und erfolgreiche Flanken (26). Seine Vielseitigkeit ist beeindruckend – der gebürtige Linksaußen agiert mittlerweile im Mittelfeld und bereichert das Spiel seiner Mannschaft mit seiner Dynamik und Kreativität.
Seine Mitspieler sind begeistert. „Er bringt eine unglaubliche positive Energie ins Team durch seine harte Arbeit im Mittelfeld“, schwärmt Abdoul Ouattara. Gessime Yassine ergänzt: „Ich wusste schon bei seiner Ankunft, dass Barco ein besonderer Spieler ist. Er ist mit dem Ball und seiner Spielintelligenz weit über dem Durchschnitt. Er ist Weltklasse, ein unglaublicher Spieler.“
Barco selbst fühlt sich in Straßburg wohl: „Ich fühle mich hier sehr gut, bin sehr glücklich.“ Doch die Gerüchte um seinen Abschied lassen nicht auf sich warten. Fabrizio Romano berichtet von einem bevorstehenden Wechsel zu Chelsea, bei dem der Verein eine Teilbeteiligung an Barco hält.
Ein Traum ruft, der größer ist als Straßburg. Barco blickt voller Zuversicht auf den Sommer, in dem er vielleicht sogar im WM-Kader Argentiniens stehen könnte. Sein Tor für die Nationalmannschaft im April – nach zwei Jahren ohne Einsatz – war ein deutliches Zeichen seiner Ambitionen. Und so wird er heute Abend alles geben, um seinem Team zum Erfolg zu verhelfen, auch wenn er dabei vielleicht ein wenig „den Wind in den Segeln“ haben muss.

Ein wechsel nach london?
Die Frage, ob Barco in Straßburg bleibt oder zu Chelsea wechselt, wird die Fußballwelt in den kommenden Wochen beschäftigen. Fest steht: Der junge Argentinier hat das Potenzial, in der Premier League zu großen Leistungen zu gelangen. Ob er diesen Schritt wagen wird, bleibt abzuwarten.
