Storer kritisiert lotto-intermarché-fahrer nach giro-unfall: "keine entschuldigung"
Ein kleiner Sturz, eine große Verärgerung: Michael Storer, nach einer soliden Vorstellung auf der 14. Etappe des Giro d'Italia, hat sich harsch über einen Fahrer von Lotto-Intermarché geäußert. Der Vorfall, der sich beim ersten Anstieg des Tages ereignete, sorgte für Gesprächsstoff – und offenbar auch für eine gewisse Frustration beim Tudor-Profi.
Die details des vorfalls: ein wort fehlt
Storer belegte auf der gestrigen Etappe einen respektablen siebten Platz, nachdem er die anspruchsvollen 133 Kilometer und 4200 Höhenmeter gemeistert hatte. Doch der Tag war nicht ohne Zwischenfall. "Ein Fahrer von Lotto-Intermarché ist in mich reingefahren, als es auf den ersten Berg ging," erklärte Storer nach dem Rennen am Eurosport-Mikrofon. "Das kann passieren, und ich mache ihm dafür keine Schuld. Aber ich fand es schade, dass er sich nicht entschuldigt hat. Wir sollten da draußen alle aufeinander aufpassen." Die TV-Bilder lieferten keine eindeutigen Aufnahmen des Vorfalls, doch Storer ließ keinen Zweifel daran, dass er sich von dem Verhalten des Gegners irritiert zeigte.
Die fehlende Entschuldigung scheint der australische Radsportler besonders zu stören. Es ist ein Detail, das über die reine Frage des Unfalls hinausgeht und auf ein Mangel an Respekt oder Sportsgeist hindeutet – zumindest aus Storers Sicht. Die Frage, ob eine Entschuldigung in solchen Situationen obligatorisch ist, wird in der Radsportwelt immer wieder diskutiert.

Vingegaard dominiert, storer bleibt im rennen
Während Storer sich über den Zwischenfall mit dem Fahrer von Lotto-Intermarché äußerte, zeigte Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) einmal mehr seine Dominanz in den Alpen. Der Däne gewann die Etappe deutlich und festigte seine Führung im Gesamtklassement. Storer verlor auf Vingegaard 1 Minute und 35 Sekunden, liegt nun 4:46 Minuten hinter dem Gesamtführenden. Felix Gall (Decathlon-CMA CGM) behauptete seinen dritten Platz mit einem Rückstand von 1:56 Minuten auf Storer.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich zudem vor dem Start in Aosta, als Ben O'Connor (Jayco-AlUla) stürzte und 2:55 Minuten auf Vingegaard einbüßte. Damit rutschte der Australier in der Gesamtwertung auf den achten Platz ab. Die Rennen werden immer enger, die Nerven liegen blank – und die kleinen Gesten, wie eine einfache Entschuldigung, können manchmal mehr aussagen als tausend Worte.
Storer kann trotz des Unfalls und des harten Tages mit seiner Leistung zufrieden sein. Er bleibt in Schlagdistanz zum Podium und zeigt, dass er zu den aussichtsreichsten Fahrern im Kampf um die vorderen Plätze gehört. Die Frage ist nun, ob der Vorfall mit dem Fahrer von Lotto-Intermarché ihn zusätzlich motiviert oder ihn doch noch etwas aus dem Konzept bringt.
